«FC Aarau hat auch in der Super-League eine Chance»

Präsident Alfred Schmid will mit dem bisherigen Trainer René Weiler und einer punktuell verstärkten Mannschaft nächste Saison den Ligaerhalt schaffen. Der 58jährige ist der Freitagsgast im Regionaljournal und erzählt unter anderem, welcher Super-League-Rang für den FC Aarau drin liegt.

Alsfred Schmid spricht ins Mikrofon des Studios in Aarau, er trägt eine Krawatte und ein Hemd, im Gegenüber steht Regionaljournal-Redaktionsleiter Andreas Capaul, mit dem Rücken zur Kamera.

Bildlegende: Der 58jährige Alfred Schmid ist seit sechs Jahren Präsident der FC Aarau AG SRF

Vor drei Jahren stieg der FC Aarau nach 29 Jahren in der obersten Liga des Schweizer Fussballs ab. Bis dahin galten die Aargauer als unabsteigbar. Noch im gleichen Jahr beschloss der Verwaltungsrat einen Dreijahresplan, an dessen Ende der Wiederaufstieg des FC Aarau in die höchste Spielklasse stehen sollte.

Drei Jahre später, im Jahre 2013, steigt nun der FC Aarau in der Tat wieder auf. Dass es wirklich plangemäss klappte, überrascht selbst den FC Aarau-Präsidenten Alfred Schmid. Dazu habe es sicher «ein wenig Glück» gebraucht, sagte er im Gespräch mit dem Regionaljournal. Aber Glück allein habe dazu nicht gereicht. Dazu brauchte es auch «die richtige Mannschaft, die richtigen Mitarbeiter und den richtigen Verwaltungsrat», erklärt ein stolzer Alfred Schmid. Aber vor allem brauchte es den richtigen Trainer.

Seit René Weiler vor zwei Jahren die Geschicke der Mannschaft übernahm, ging es nur noch aufwärts. Doch mit der Zeit wurden auch andere Mannschaften auf den Erfolgstrainer aufmerksam. In den Medien wird er immer wieder mit den Berner Young Boys in Verbindung gebracht. Alfred Schmid winkt aber ab und spricht von einer Zeitungsente. «Wir wollen Weiler unbedingt als Trainer behalten», betont Schmid.

Budget des FC Aarau verdoppelt

Schmid hebt seinen rechten Arm vorsichtig und will zum Jubeln ansetzen, er trägt einen FC-Aarau-Schal um den Hals.

Bildlegende: Vorsichtiger Jubel: FCA-Präsident Alfred Schmid und Trainer Rene Weiler beim entscheidenden Spiel Aarau-Chiasso. Keystone

Schmid ist auch klar, dass er sein Team verstärken muss, um eine schlagkräftige Mannschaft zu formen. Dafür will der Verwaltungsrat das Budget auf sieben Millionen Franken verdoppeln. Verglichen mit einem FC Basel ist das immer noch wenig. Schmid ist aber überzeugt, dass sich Aarau auch damit in der Super League halten kann. «Rang 7 bis 9 halte ich durchaus für realistisch.» Das knappe Budget zwingt die Aargauer auch, vermehrt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.

Wichtig ist für Alfred Schmid auch, dass es in Aarau bald ein neues Stadion gibt. Ihn ärgert, dass das Projekt trotz der Zustimmung durch das Volk nicht vom Fleck kommt. «Es ist doch erstaunlich, dass einige Wenige ein Projekt trotz Volksmehr so lange verzögern können», klagt Schmid. Ein neues Stadion würde mehr Zuschauer, mehr Sponsoren, mehr Geld bedeuten, worauf der Verein dringend angewiesen sei.

Schwung mitnehmen

Jetzt aber will der FC Aarau den Schwung aus der Aufstiegssaison auch in die nächste mitnehmen und wie heuer der FC St. Gallen die eine oder andere Überraschung schaffen. Zuerst wird aber noch gefeiert. Mit dabei Präsident Schmid, auch wenn er im Moment viel zu tun hat. «Der Mensch lebt ja nicht nur von der Arbeit», lacht er, hin und wieder gelte es, auch die angenehmen Seiten des Lebens zu geniessen.

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Fussball: Aarau - Chiasso

3:04 min, aus sportaktuell vom 25.5.2013