FC Aarau: Super League Lizenz ist an hohe Investitionen gebunden

Die Aufstiegschancen für den FC Aarau stehen gut. Nach der Konkurseröffnung der AC Bellinzona steht der FC Aarau mit grossem Vorsprung an der Tabellenspitze. Bei der Infrastruktur kommen jedoch noch einige Hürden auf den Verein zu.

Rasen und Tribüne des Stadion Brügglifeld.

Bildlegende: Das Stadion Brügglifeld erfüllt die Vorgaben des Verbandes noch nicht. Keystone

Sportlich ist der Aufstieg in die höchste Schweizer Liga für den FC Aarau in Reichweite. Der Zweitplatzierte, die AC Bellinzona, musste am Montag Konkurs anmelden. Der Vorsprung des FC Aaraus auf seine Verfolger wächst also. Die Infrastruktur stellt dem Verein jedoch noch einige Hindernisse in den Weg zur höchsten Schweizer Fussball-Liga.

Damit der FC Aarau vom Verband die Lizenz für die Super League erhält, muss das Stadion Brügglifeld saniert werden. Drehkreuze müssen eingebaut, die WC-Anlagen erneuert und die Sicherheit verbessert werden, das fordert der Verband. Das alles koste 100'000 bis 140'000 Franken, schätzt man beim FC Aarau. Geld, das dem Verein fehlen wird, wenn es darum geht neue Spieler zu kaufen.

Viel Kopfzerbrechen bereitet Sportchef Urs Bachmann die fehlende Baubewilligung für den Stadionneubau im Torfeld Süd: «Wenn wir in den nächsten 12 Monaten keine Baubewilligung erhalten, weiss ich auch nicht mehr wie weiter.»

Der FC Aarau hatte ursprünglich mit einem Baubeginn schon im Jahr 2012 gerechnet. Aktuell gehen Stadt und Verein davon aus, dass der Spatenstich für das neue Stadion 2014 erfolgt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Baubewilligung rasch erteilt wird.

Sponsoren gesucht

Die Alternative für den FC Aarau, wäre sich in einem fremden Stadion einzumieten. Das heisst, die Heimspiele in Zürich, Basel, Bern oder Luzern durchzuführen. Für Urs Bachmann kommt diese Alternative allerdings nicht in Frage: «Dann können wir die Bilanz relativ rasch deponieren.»

Denn Mietkosten und tiefere Besucherzahlen wären für den FC Aarau ein finanzielles Debakel, so Bachmann. Deswegen muss das Brügglifeld nun wohl oder übel saniert werden. Woher die Mittel für die Sanierung kommen sollen, sei noch nicht klar, heisst es beim FC Aarau. Man versuche das Geld über Sponsoren zu finden. «Denn eigentlich brauchen wir das Geld für die Mannschaft.»