FC Grenchen spürt die sportlichen Folgen der Krise

Beim traditionsreichen Fussballclub Grenchen geht momentan alles drunter und drüber. Letzte Woche ging der Trainer und mit ihm mehr als die Hälfte der Spieler. Der neue Vorstand musste in kürzester Zeit eine neue Mannschaft aufstellen. Dafür gab es am Samstag die Quittung: 1:10 Heimniederlage.

Der Umbruch beim FC Grenchen ist umfassend: Fast die ganze Vereinsleitung, sowie der Trainer sind neu im Amt. Exemplarisch zeigt sich das am neuen Sportchef Renato Brun. Der 58-jährige wird erst am Montag offiziell vom Vorstand ins Amt gewählt, die Arbeit ist aber schon jetzt gross.

«Wir haben im Moment nur 14 lizensierte Spieler im Kader, davon sind zwei A-Junioren», sagt Brun gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Somit sei klar, dass man bis zum baldigen Ende der Transferperiode unbedingt noch zwei bis drei Verstärkungsspieler holen möchte.

Umbau während laufender Saison

Zu tun gibt es viel, aber Zeit bleibe eigentlich nicht, sagt Brun. «Wir müssen die ganzen Strukturen während der laufenden Saison neu aufbauen.» Und das Ziel dabei sei klar, man wolle bis zur Winterpause nicht «das Gesicht verlieren», sprich irgendwie den Anschluss in der Tabelle halten. Trotz des ganzen Umbaus im Verein will Grenchen den Ligaerhalt schaffen.

Dafür müsse man nun Schritt für Schritt die Baustellen abarbeiten, sagt Brun. Die Mannschaft sportlich weiterbringen, die Strukturen im Verein erneuern, und dann klappe das schon. «Ich bin ja erst jetzt zum Verein gekommen, deswegen schaue ich nur nach vorne.»