Fischereiverbot nun in der ganzen Lützel

Wegen der hochansteckenden Pilzerkrankung Krebspest gibt es nun in der ganzen Lützel Schutzmassnahmen. Die Anliegerkantone Solothurn, Baselland, Jura sowie Frankreich haben ein Fischereiverbot verhängt. Dies geht aus einer Mitteilung des Kantons Jura hervor.

tote Krebse

Bildlegende: Tote Dohlenkrebse in der Lützel: wegen der Krebspest gibt es nun auch auf Solothurner Boden ein Fischereiverbot. zvg

Die hochansteckende Pilzerkrankung hat den national bedeutenden Bestand von seltenen Dohlenkrebsen in der Baselbieter Lützel ausgelöscht, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland am Montag mitgeteilt hatte. Wie die Krebspest in die Lützel gelangt war, die bei Laufen in die Birs mündet, ist noch unklar.

Nachdem erst nur von einer Verfügung an die Fischer die Rede gewesen war, diese müssten ihr Gerät nach dem Gebrauch an der Lützel desinfiszieren, wird nun die Fischerei entlang des gesamten Baches untersagt. Entsprechende Beschlüsse sollten alle Anliegerkantone und Frankreich rasch noch formell fassen, war im Kanton Jura zu erfahren.

Hunde vom Bach fernhalten

Die jurassischen Behörden appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, das Bachbett gar nicht zu betreten, damit die Krebspest nicht in noch gesunde Gewässer verschleppt wird. Dieses Betretungsverbot gilt explizit auch für Hunde, die ja gerne in Bächen badeten, ist dem Communiqué weiter zu entnehmen.

Man beobachte derzeit, dass sich die Krankheit bachaufwärts ausbreitet. Laut einem Sprecher des Umweltamtes geschieht dies wohl über Menschen, Vierbeiner oder Vögel. Eingewanderte Krebsarten wie der in die Birs aufgestiegene Signalkrebs verbreiten die Krebspest zwar, erkranken aber selber nicht - einheimische Krebse sterben daran.