Aargauer Strassenverkehr Fixe Blechpolizisten bleiben ein Tabu

Im Kanton Aargau gibt es weiterhin keine fix installierten Radargeräte. Das hat der Grosse Rat entschieden. Stattdessen setzt der Kanton auf mobile Radarkontrollen. Befürworter von fixen Radargeräten befürchten ein «verheerendes Signal».

Blitzkasten auf Strassen

Bildlegende: Fixe Blitzkästen wird es entlang Aargauer Kantonsstrassen weiterhin nicht geben. Keystone

Wer auf Aargauer Kantonsstrassen unterwegs ist, wird auch in Zukunft keine fixen Blitzkästen antreffen. Beim Aufstellen von Blechpolizisten ginge es nur um Abzockerei und nicht um Unfallverhütung, begründete die SVP ihre Haltung. FDP-Grossrat Josef Bütler ist von der heutigen Strategie überzeugt: «Bei den mobilen Kontrollen wissen die Verkehrssünder nicht, wo sie geblitzt werden.» Das sei viel wirkungsvoller im Kampf gegen Raser.

Mit 83 zu 42 Stimmen überwies das Kantonsparlament die entsprechende Motion von SVP und FDP. Auf der anderen Seite kämpften SP und Grüne vergebens für die Bewilligung von fixen Radargeräten. Weiterhin durchführen soll die Polizei mobile und damit überraschende Geschwindigkeits-Kontrollen. Damit ändert sich im Kanton faktisch nichts.

Baden wollte 450'000 Franken einnehmen

Die Aargauer Regierung war ebenfalls gegen die Einrichtung von fest installierten Radargeräten. Die Anlagen erzeugten nur im Bereich des Standorts ihre Wirkung, hält der Regierungsrat fest. Vor und nach dem Standort fehle dagegen die abschreckende Wirkung.

Hintergrund der Diskussion rund um die fixen Radarkontrollen ist ein Gesuch der Stadt Baden. Sie wollte an der vielbefahrenen Bruggerstrasse einen fixen Radarkasten installieren. Damit wollte die Stadt die Verkehrssicherheit erhöhen. Nebenbei rechnete Baden mit elf Bussen pro Stunde und Nettoeinnahmen von 450'000 Franken pro Jahr.