Flughafen Grenchen: Komitee gegen Osterweiterung löst sich auf

Auf Ende 2015 löst sich das Komitee «Gegen Osterweiterung Flughafen Grenchen» auf. Die Gruppe mit über 4500 Mitgliedern kämpfte gegen eine Verlängerung der Flugpiste in die Witi-Schutzzone hinein. Dieses Ziel sei nun erreicht, so das Komitee.

Banner der Pistengegner. Osterweiterung Nein steht auf dem Transparent.

Bildlegende: Ziel erreicht: Das Gegnerkomitee einer Osterweiterung der Grenchner Flugpiste löst sich auf. SRF

«Wir haben unser Ziel erreicht, die Pistenverlängerung in Richtung Osten zu verhindern», so Markus Dietschi, Vizepräsident des Gegnerkomitees, als Begründung, warum das Komitee per Ende 2015 aufgelöst wird. Dies habe der Vorstand so beschlossen.

Das Komitee «Gegen Osterweiterung Flughafen Grenchen» kämpfte seit 2014 dagegen, dass die Flugpiste um 450 Meter in die Witi-Schutzzone verlängert wird. Die Gruppierung zählt rund 4500 Mitglieder, bestehend aus Umweltschützern, Landwirten und Anwohnern.

Man sei sich im Punkt einig, dass es keine Verlängerung der Piste in Richtung Osten geben dürfe, so Dietschi. Bei anderen Themen - etwa einer Erweiterung gegen Westen - gebe es keine Einigkeit.

«  Wenn es sein muss, haben wir schnell wieder ein Komitee auf die Beine gestellt. »

Markus Dietschi
Vizepräsident Komitee «Gegen Osterweiterung Flughafen Grenchen»

Eine Verlängerung Richtung Westen dürfte allerdings für längere Zeit kein Thema sein. Westlich der bestehenden Piste verläuft die Kantonsstrasse. Bei einem Pistenausbau müsste diese in einen Tunnel verlegt werden, der laut Schätzungen einen zweistelligen Millionenbetrag kosten würde. Geld, das weder der Kanton Solothurn noch die Flughafenbetreiber aufbringen wollen.