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Flugunfall über Oensingen Fehlende Warnsysteme führten zu Kollision

Ursache für schweren Flug-Zwischenfall über Oensingen geklärt: Weder Motor- noch Segelflieger hatten Warnsysteme.

Abgebrochenes Flügelende
Legende: Durch die Kollision mit einem Motorflieger brach ein Stück des Flügels des Segelfliegers inkl. Winglet ab. zvg: SUST

Im Mai 2015 kam es über der Solothurner Gemeinde Oensingen zu einem schweren Flug-Zwischenfall, der glimpflich ausging. Um die Mittagszeit kollidierten ein Segelflugzeug und ein Motorflugzeug in rund 1200 Metern Höhe. Obwohl die Flugzeuge durch den Zusammenstoss beschädigt wurden, konnten beide sicher landen.

Der am Montag veröffentlichte Schlussbericht der Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) liefert nun Details zur Unfallursache. Vor allem die mangelnde technische Ausrüstung der Flugzeuge dürften Grund für die Kollision sein:

  • Das Motorflugzeug war nicht mit einem Kollisionswarnsystem ausgerüstet, welches das nahende Segelflugzeug hätte erkennen können.
  • Das Segelflugzeug hatte zwar ein Warnsystem für Kollisionen, dieses konnte aber die Transpondersignale des Motorflugzeuges nicht empfangen.
  • Die Besatzungen der beiden Flugzeuge haben den Luftraum visuell zu wenig überwacht.

Folgen des Unfalls: Betonung der Sicherheitsempfehlungen

Mit dem aktuellen Befund zum Unfall über Oensingen betont die SUST einmal mehr bereits früher veröffentlichte Sicherheitsempfehlungen: Der Bund solle in Zusammenarbeit mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) darauf hinarbeiten, dass kompatible Kollisionswarnsysteme eingeführt werden.

Bereits mehrfach hätten fehlende oder nicht-kompatible Kollisionswarnsysteme zu Unfällen oder Beinahe-Unfällen in der Luft geführt, heisst es nun erneut im Schlussbericht der SUST.

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