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100 Jahre Landesstreik Frauen-Denkmäler erinnern an prekäre Lage

Die Schweiz vor 100 Jahren: Die Nachbarländer sind in den 1. Weltkrieg verwickelt. In der Schweiz und auch im Kanton Solothurn wird die Versorgung mit Lebensmitteln schwierig. Die Lebenshaltungskosten steigen stetig. Im Kanton Solothurn werden die Bestände an Kartoffeln auf das Kilogramm genau erhoben.

Neben den Wehrmännern an der Grenze trugen auch die Frauen daheim eine grosse Last bei der Versorgung, so Historikerin Edith Hiltbrunner. Sie übernahmen die Arbeit der Männer, pflanzten Gemüse und arbeiteten zu tiefen Löhnen.

Diesen Frauen soll nun Denkmäler gesetzt werden, im Zusammenhang mit der Kunstaktion «Verschiebung 18/18». Die Aktion ruft Ereignisse rund um den Landesstreik von 1918 in Erinnerung.

Kartoffeln wurden genau gezählt

Drei Denkmäler stehen ab Samstag in Breitenbach, Dornach und Balsthal. Sie bestehen aus einer Glasplatte an einem Betonsockel. Auf der Platte sind Frauen mit Kartoffeln in den Händen zu sehen – exemplarisch für die prekäre Lage vor 100 Jahren.

Sie stellen Solothurnerinnen dar, welche bei der Explosion der Kammfabrik in Mümmliswil 1915 ums Leben gekommen sind. Am konkreten Beispiel von Mümmliswil werde gezeigt, wie schwierig der Arbeitsalltag zu dieser Zeit war, so Historikerin Hiltbrunner.

Die Denkmäler bleiben für drei Wochen an den ersten Standorten, danach werden sie in anderen Solothurner Gemeinden aufgestellt

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