Freienwil ist Pilotgemeinde bei Energie-Projekt des Bundes

Das kleine Dorf in der Nähe von Baden testet die «Plattform für kleine Gemeinden». Es soll damit leichter sein, das Label «Energiestadt» zu behalten oder zu erhalten. Die Auflagen dafür sind nämlich streng und überfordern viele Gemeinden.

Glühlampe

Bildlegende: Freienwil durchleuchtet sein Potenzial zum Energie sparen. Keystone

Gemeindeschreiber Felix Vögele freut sich: «Das wird uns helfen. Wir haben ja energiepolitische Ziele. Aber das hätten wir ohne Hilfe nicht anpacken zu können.» Vögele spricht vom Wärmekataster, den die Gemeinde mit Bundesgeld nun praktisch gratis erstellen kann.

Dieser Kataster gibt der Gemeinde einen Überblick über das Potenzial an erneuerbaren Energien wie Wasser, Sonne, Wind und Biomasse. Die Liste macht auch Aussagen dazu, wie man dieses Potenzial möglichst gut nutzen kann. Für jedes Gebäude im Dorf ist festgehalten, wie viel Energie es verbraucht und vor allem auch, welche Art von Energie verbraucht wird.

Energiewende auch bei den Kleinen

Freienwil ist schon «Energiestadt». Um dieses Label behalten zu können, müssen aber immer wieder neue Auflagen erfüllt werden. Das ist für kleine Gemeinden nicht einfach. Ihnen will der Bund nun Unterstützung bieten mit der «Plattform für kleine Gemeinden».

Bei diesem Pilotprojekt machen momentan drei Gemeinden mit. Neben Freienwil sind es Auw (AG) und Gerzensee (BE). Federführend bei diesem Projekt ist die Firma Nova Energie GmbH aus Aarau. «Ziel ist, dass auch kleinere Gemeinden aktiv in die Energiewende einbezogen werden können», sagt Pius Hüsser von der Nova Energie.

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Energiesparstadt Erstfeld

4:33 min, aus Schweiz aktuell vom 22.3.2011