Fricktaler Modellflieger ziehen vor Bundesgericht

Die Modelfluggruppe Fricktal wehrt sich gegen die Aargauer Regierung und das Verwaltungsgericht. Auch in Zukunft sollen auf der Graspiste im Rheinfelder «Grossgrüt» Modellflugzeuge starten und landen dürfen. Das Bundesgericht, so hofft die Modelfluggruppe, soll die Vorinstanzen zurückpfeifen.

Die Geschichte ist lang und mittlerweile kompliziert - der Streit der dazu gehört auch. Fakt ist: die Modellfluggruppe Fricktal betreibt seit 1969 eine 130 Meter lange Graspiste im «Grossgrüt», einer Landwirtschaftszone in Rheinfelden. Was jahrelang problemlos funktionierte, endet nun vor Bundesgericht, wie die Neue Fricktaler Zeitung berichtete.

«  Wir erhoffen uns vom Bundesgericht mehr Objektivität und einen Grundsatzentscheid.  »

Robert Gächter
Präsident Regionalverband Nordwestschweiz des Schweizer Modellflugverbandes

Bis 2011 habe alles ohne Problem funktioniert, erklärt Gächter. Aber seit die Modellfluggruppe statt befristete Bewilligungen eine unbefristete Erlaubnis verlange sei es schwierig geworden. Es gab Einsprachen, unter anderem von Naturschützern und Jägern und schliesslich ein grundsätzliches «Nein» des Kantons.

Bundesgericht als letzte Chance

Der Modellflugbetrieb sei in diesem ökologisch wertvollen und sensiblen Gebiet und der aktuellen Rechtslage nicht vertretbar, begründete der Kanton. Eine Beschwerde bei der Regierung und beim Verwaltungsgericht brachten, ausser einer Verlängerung der Bewilligung bis 2015, nichts.

Deshalb jetzt der Gang ans Bundesgericht. Dieses soll die Fakten objektiv beurteilen, so Robert Gächter von Regionalverband Nordwestschweiz - und Klarheit schaffen auch für alle anderen Modellfluggruppen.

(Bildquelle: Colourbox)