Fünf mutmassliche Kriminaltouristen schlafen in Abbruch-Bude

Die Aargauer Kantonspolizei hat am Wochenende in Aarau fünf mutmassliche Kriminaltouristen verhaftet. Die Männer aus Rumänien hatten sich in einer Abbruch-Liegenschaft eine Schlafstätte eingerichtet.

Der Fall nimmt am Samstagabend seinen Lauf: Fahnder der Kantonspolizei sind in der Industriestrasse in Aarau unterwegs, als ihnen drei Männer auffallen. Sie kommen aus einem leerstehenden Einfamilienhaus. Die Rumänen geben an, sie seien Richtung Bahnhof unterwegs.

Eine weitere Polizeipatrouille stellt auf einem Parkplatz ein Auto mit spanischen Kennzeichen fest. Im Auto finden die Polizisten zwei Rumänen und Einbruchswerkzeug. Inzwischen haben die Fahnder der Industriestrasse einen Durchsuchungsbefehl für das Einfamilienhaus erwirkt. Im Abbruchgebäude stossen die Polizisten dann auf eine improvisierte Schlafstätte.

Kampf gegen Dämmerungseinbrecher

Zwei Hände mit Handschuhen versuchen mit Holzstücken und einem Schraubenzieher ein Fenster aufzubrechen.

Bildlegende: Die Aargauer Kantonspolizei kämpft mit gezielten Patrouillen in den frühen Abendstunden gegen Dämmerungseinbrecher. Keystone

Nun sitzen alle mutmasslichen Kriminaltouristen in Haft. Die Männer im Alter zwischen 21 und 41 Jahren haben alle keinen Wohnsitz in der Schweiz. Die Polizei geht davon aus, dass sie alle im Abbruchgebäude in Aarau «gehaust» haben, wie sie in einer Mitteilung am Sonntag schreibt. Die Männer stünden unter «dringendem Verdacht, in der Schweiz auf Einbruchstour gewesen zu sein».

Im Rahmen der kantonalen Aktion «Crime Stop» führt die Kantonspolizei zusammen mit den Regionalpolizeien vor allem in den frühen Abendstunden regelmässig präventive Patrouillen durch, wie sie weiter ausführt. Sie will damit die sogenannten Dämmerungseinbrüche verhindern.