Fusionsabklärungen für «Gemeinde Mutschellen» verzögern sich

Die Gemeinden Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen haben erste Schritte für eine engere Zusammenarbeit eingeleitet. Eine Studie und eine Bevölkerungsumfrage haben geklärt, wie der finanzielle Zustand der Gemeinden ist. Nun sollten bald Fusionsvorabklärungen starten. Diese verzögern sich.

Es wäre die fünftgrösste Aargauer Gemeinde, die «Gemeinde Mutschellen» mit rund 14'000 Einwohnern. Noch ist eine Fusion nicht in Griffnähe, eine Möglichkeit wäre sie aber. Um dies genauer zu prüfen, wollten die drei Gemeinden Fusionsvorabklärungen vorantreiben. Nun stoppt Rudolfstetten-Friedlisberg aber das Ganze.

Berikon und Region Mutschellen

Bildlegende: Berikon in der Region Mutschellen wächst, so wie auch Widen oder Rudolfstetten. Die Gemeinden sind nahe bei Zürich. Wikimedia Commons/Badener

Der Gemeinde fehlten Unterlagen, schreiben Berikon und Widen in einer Mitteilung. Vreni Meuwly, Frau Gemeindeammann in Widen, bedauert den Zwischenhalt. Bis Sommer 2014 möchte man aber einen Kredit für Fusionsvorabklärungen vor das Volk bringen, so Meuwly gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn. Gemäss der Auffassung von Widen und Berikon fehlen keine Unterlagen und eine Kreditabstimmung an der Wintergemeinde wäre möglich gewesen, findet sie.

In Rudolfstetten-Friedlisberg versteht man das Vorgehen der Steuerungsgruppe der Gemeinden hingegen nicht. Es gebe keine schriftlichen Argumente, keine Konzepte oder Ziele zu möglichen Fusionsabklärungen oder einem Kredit für diese, bemängelte Josef Brem, Gemeindeammann von Rudolfstetten-Friedlisberg. Ohne schriftliche Konzepte könne er mögliche Fragen einer Gemeindeversammlung nicht beantworten, deshalb brauche es diesen Zwischenhalt, so Brem gegenüber dem Regionaljournal.

Nun wollen die drei Gemeinden in der Region Mutschellen die Gespräche bis Anfang 2014 wieder aufnehmen. Die Gemeinden betonen, dass der Zwischenhalt sicher keinen Stopp der Abklärungen bedeute. Ob Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen einmal fusionieren oder eine andere Verwaltungsgemeinschaft eingehen werden, ist zum heutigen Zeitpunkt noch unklar.