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Fusionsprojekt im Aaretal Brugg und Schinznach-Bad geben sich ein erstes Ja-Wort

Die Gemeindeversammlung in Schinznach-Bad sowie der Einwohnerrat Brugg haben den Fusionsvertrag angenommen. Damit kann das Stimmvolk am 4. März über die Fusion der beiden Gemeinden abstimmen.

Busparkplatz in Brugg, im Hintergrund Hochhaus
Legende: Brugg muss wachsen: So die Überzeugung bei einer knappen Mehrheit im Einwohnerrat. SRF

Mit 147 zu 110 Stimmen sagte die Gemeindeversammlung von Schinznach-Bad Ja zum Zusammenschlussvertrag mit Brugg. Erstaunlich knapp fiel der Entscheid im Einwohnerrat Brugg, nämlich mit 26 zu 19 Stimmen.

Keine Diskussionen in Schinznach-Bad

Die Gemeindeversammlung in Schinznach-Bad verlief gemäss Vizeammann René Fiechter erstaunlich unspektakulär. Der Aufmarsch war allerdings gross: 261 Teilnehmende, mehr als ein Drittel aller Stimmberechtigten der Gemeinden. «Ich mag mich an keine Gemeindeversammlung erinnern mit so vielen Leuten», sagt Fiechter.

Die vielen Bürgerinnen und Bürger aber entschieden sich für ein effizientes Vorgehen: Keine Diskussionen mehr und eine geheime Abstimmung. Vielleicht hat das auch mit der sehr gut besuchten Podiumsveranstaltung zu tun, welche die Gemeinde in der Vorwoche organisiert hatte.

Im Einwohnerrat von Brugg gab die Fusion mit der kleineren Gemeinde hingegen viel zu reden. Einige Einwohnerräte sahen schlicht keinen guten Grund für die Fusion. «Emotional ist uns Schinzach-Bad zu wenig nah», fand SP-Einwohnerrätin Alessandra Manzelli.

FDP-Einwohnerrätin Silvia Kistler konterte :«Klar ist ein Wald zwischen unseren Gemeinden, aber das ist zwischen Rütihof und Baden ja auch so».

Brugg will wachsen

Vor allem die FDP stand geschlossen hinter dem Fusionsbegehren. Für Brugg sei das Wachstum zentral, hiess es von verschiedenen Seiten. Beispielsweise im Kampf um die Berufsschule könne Grösse helfen. Es sei wichtig, dass man als Zentrum zwischen Aarau und Baden nicht untergehe.

So stimmte der Brugger Einwohnerrat nach eineinhalbstündiger Diskussion dem Fusionsvertrag schliesslich zu, relativ knapp mit 26 zu 19 Stimmen.

«Wir haben mit einem knappen Ausgang in Brugg gerechnet», sagt der Vize-Ammann von Schinznach-Bad zu diesem Resultat. Wichtig sei, dass in beiden Gemeinden nun das Volk entscheiden könne, meint René Fiechter.

Diese Fusion ist noch nicht in Stein gemeisselt.
Autor: René FiechterVize-Ammann Schinznach-Bad

Das Stimmvolk entscheidetam 4. März definitiv über die Fusion. Diese könnte dann per 2020 vollzogen werden. Allerdings: René Fiechter will noch keine Prognose wagen zum Abstimmungsausgang. «Es kann noch alles passieren bis am 4. März.»

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer geographische Kenntnisse hat, welche offene Distanz zwischen der Stadt Brugg und der Landgemeinde Schinznach-Bad besteht, kann die Fusionsgelüste dieser beiden Gemeinde mit keinem stichhaltigen "Pro" nachvollziehen! Wenn Gemeinden so nahe beisammen oder sogar zusammengebaut sind, dass niemand mehr weis, wo die Grenze durchgeht, kann man gewiss für eine Fusion Verständnis haben! Aber im Fall Schinznach-Bad liegen die Fakten anders! Zug verpassen in Brugg und dann nach Schinznach heimlaufen!!!
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