«Fussball wird im Aargau genug gefördert»

Ab der Saison 2018/19 gelten neue Bestimmungen, was die Grösse von Aargauer Fussballplätzen angeht. Sind diese zu klein, dürfen darauf keine Meisterschaftsspiele mehr ausgetragen werden. Da nur einzelne Plätze davon betroffen sind, sieht die Regierung keinen Handlungsbedarf.

Cupspiel Wohlen gegen Thun im Jahr 2013

Bildlegende: Fussball ist im Aargau populär –nicht nur bei Meisterschafts- und Cupspielen (wie im Bild Wohlen gegen Thun). Keystone

Fussball ist im Aargau populär: 20‘000 Männer, Frauen und Kinder praktizieren den Sport. Es gibt 90 Fussballvereine. Auch die Regierung anerkennt deshalb: Ja, Fussball ist ein bedeutender Breitensport. Deshalb unterstützt der Kanton den Fussball jährlich mit rund einer Million Franken.

Braucht es nun mehr Geld, um die Sportanlagen auszubauen, fragten mehrere Grossräte von links bis rechts die Regierung. Hintergrund sind die neuen Richtlinien des Aargauischen Fussballverbands. Diese sehen vor, dass ein Platz mindestens 90 Meter lang und 45 Meter breit sein muss. Ansonsten dürften keine Meisterschaftsspiele mehr ausgetragen werden.

Nur zwei Plätze müssten ausgebaut werden

Die Aargauer Regierung hat die Plätze nun angeschaut. Fazit: nur gerade sechs Plätze entsprechen nicht den neuen Regeln – und von diesen sechs sind vier ohnehin nur Übungsplätze. Das heisst, letztlich könnten nur gerade auf zwei Fussballplätzen keine Meisterschaftsspiele ausgetragen werden. Es handelt sich dabei um die Plätze in Holderbank und Obersiggenthal.

Deshalb sieht die Regierung kein Handlungsbedarf. Geld sei nur für Anlagen in bevölkerungsmässig grösseren Einzugsgebieten vorgesehen. Dazu müsste der Kanton auch ein kantonales Interesse daran haben. Dies ist, offenbar bei den Fussballplätzen in Holderbank und Obersiggenthal nicht der Fall.

Jährlich eine Million

Im übrigen unterstützt der Aargau den hiesigen Fussballbreitensport mit jährlich gut einer Million Franken. Mit diesem Beitrag müsse der Aargau den Vergleich mit anderen Kantonen nicht scheuen, findet die Regierung. Und darum besteht für sie im Moment auch «kein Handliungsbedarf».