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Gemeindeparlament Olten Neue Kulturfachstelle nimmt erste Hürde

Eine Volksinitiative in der Stadt Olten fordert, dass in der Stadtverwaltung eine neue Stelle geschaffen wird. Diese «Fachstelle Kultur» soll zwischen den Kulturschaffenden koordinieren und das Kulturangebot der Stadt besser vermarkten. Diese Initiative hat am Donnerstagabend die Zustimmung des Gemeindeparlaments erhalten – gegen den Willen der Stadtregierung.

Im Parlament rührte Initiant Daniel Kissling («Olten Jetzt») die Werbetrommel für die Initiative. In Olten fänden jedes Wochenende zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Lesungen oder Partys statt. Auf der Homepage der Stadt seien diese allerdings nicht ersichtlich. Dies zeige, dass Kultur in der Stadtverwaltung zu oft nur nebenbei bearbeitet werde. Eine Fachstelle Kultur könnte die Vermarktung des Kulturstandorts Olten deutlich stärken.

«Verwaltungskultur» in Olten?

Dies sei bloss «nice to have» fanden dagegen die bürgerlichen Parteien. Monique Rudolf von Rohr (FDP) meinte, es gebe in Olten andere Prioritäten wie etwa ein neues Schulhaus, wofür es sich eher lohne, Geld auszugeben. Doris Känzig (SVP) befürchtete gar eine «Verwaltungskultur», wenn eine Fachstelle entscheide, welche Art von Kultur unterstützenswert sei und welche nicht.

Am Ende fiel der Entscheid mit 19 zu 17 Stimmen zugunsten der Initiative äusserst knapp. Damit muss der Stadtrat – gegen seinen Willen – nun das Aufgabengebiet einer möglichen Fachstelle Kultur genauer definieren. Nachdem der Stadtrat die Vorlage genauer ausgearbeitet hat, kommt sie nochmal ins Parlament, danach entscheidet das Volk.