Gemeindeversammlung Unterentfelden lehnt Grüngutgebühr ab

Unterentfelden hat sich an der Gemeindeversammlung gegen die Einführung von Grüngutgebühren und höheren Abfallsackgebühren entschieden. Die Versammlung stimmte einem Rückweisungsantrag mit 89 zu 50 Stimmen zu. Der Gemeinderat scheiterte damit nach 1995 erneut mit der Einführung solcher Gebühren.

Unterentfelden will nach wie vor nichts wissen von einer Erhöhung der Sackgebühr. Derzeit decken die eingenommenen Gebühren die entstehenden Kosten nur gerade zu 60 Prozent. Der Gemeinderat hatte vorgeschlagen, mit höheren Gebühren die Kosten künftig zu 100 Prozent decken zu können.

Grünabfuhr bleibt in Unterentfelden weiterhin gratis

Das Nein beziehungsweise die Rückweisung der Vorlage durch die Gemeindeversammlung war deutlich. Allerdings waren nur rund 150 der total 2484 Stimmberechtigten an der Versammlung präsent.

Das Hauptargument gegen solche Gebühren: Hausbesitzer und Familien mit viel Bäumen und Hecken seien bei einer Grüngutgebühr im Nachteil. Dieser Bereich, die Grünabfuhr, macht aber den grössten Teil der Kosten aus in der Gemeinde aus. Die Grünabfuhr ist in Unterentfelden momentan noch gratis. Nun muss der Gemeinderat Unterentfelden über die Bücher und nochmals bei Null anfangen.

Grüne Abfälle

Bildlegende: Grüngutgebühr Nein Danke, sagte die Gemeindeversammlung von Unterentfelden. Keystone

Möglicherweise werde man die Kosten künftig mit höheren Steuern decken, erklärte Gemeindeammann Heinz Lüscher gegenüber dem Regionaljournal von Radio SRF. Aktuell beträgt das Minus im Abfallwesen rund 200'000 Franken. Das macht fast die Hälfte des Defizits aus, das Unterentfelden im letzten Jahr hatte. Die übrigen Traktanden der Gemeindeversammlung in Unterentfelden wurden genehmigt.