Lorenz Stäger, der «Longseller» aus dem Freiamt

Der Wohler Schriftsteller Lorenz Stäger schrieb 6 Romane. Mit «Aber, aber, Frau Potiphar!» eroberte er 1978 erstmals die Schweizer Literaturszene. Noch heute ist dieses Buch in den Buchhandlungen gefragt. Unterdessen ist Stäger 70-jährig – und schreibt weiter.

Portrait von Lorenz Stäger im Radiostudio

Bildlegende: Reisender und Schreibender: Lorenz Stäger SRF

In den Romanen von Lorenz Stäger dreht sich vieles um das Thema Reisen. Stäger erzählt die Erlebnisse eines Studenten, der unverhofft als Reiseleiter für Ägypten engagiert wird in «Aber, aber, Frau Potiphar!». Er beschreibt, wie sich ein frischgebackener Botschaftssekretär in Südostasien zurechtfindet in «Liebt Ihr Bruder Fisch, Madame?». Oder er schildert, wie eine Familie mit einem VW-Bus durch Syrien und Jordanien reist in «Kinder, Camper und Gelehrte».

Reisen war im Leben von Lorenz Stäger immer wichtig, er hat es zeitweise sogar zu seinem Beruf gemacht. 1972 stellte ihn das Aussendepartement als Kultur- und Presseattaché auf der Schweizer Botschaft in Kairo an. Zudem reiste er für die UNO und die OSZE als Wahlbeobachter in die verschiedensten Länder. Seine Liebe zum Reisen drückt sich auch in seinem Schreiben aus. Für die «Rundschau» der Pilotengewerkschaft der Swiss schreibt er regelmässig Kurzgeschichten.

Neuer Roman in Arbeit

Derzeit arbeitet Lorenz Stäger an einem neuen Buch, seinem 7. Roman. Genaue Angaben über den Inhalt will er noch nicht machen. Es gehe um eine Persönlichkeit aus dem Freiamt, die im 19. Jahrhundert als Kammerdiener tätig war: «Er war unter anderem Kammerdiener bei Diplomaten, oder beim Flügelhersteller Steinway». Wann das Buch erscheinen wird ist noch nicht klar: «Ich bin immer noch am Recherchieren».

Für das Jahr 2013 hat er sich vorgenommen, den neuen Roman fertig zu schreiben. Trotzdem kann er auch in diesem Jahr das Reisen nicht ganz lassen: «Möglicherweise reise ich demnächst nach Fernost».