Gesuche stapeln sich immer noch bei Solothurner Ausgleichskasse

Die Ausgleichskasse des Kantons Solothurn (AKSO) bleibt bei der Verarbeitung der Gesuche für Ergänzungsleistungen zur AHV und IV im Rückstand. Derzeit sind 1000 Neuanmeldungen und 140 Einsprachen pendent. Die Kasse verspricht, den Berg unerledigter Arbeiten abzutragen.

Aktenberg (Symbolbild)

Bildlegende: Die Gesuche stapeln sich bei der Solothurner Ausgleichskasse weiterhin. 1900 Neuanmeldungen müssen verarbeitet werden. Keystone

Die Fakten in Kürze:

  • 1900 Anmeldungen für Ergänzungsleistungen im 2014, 1000 sind noch offen
  • 34'000 Vergütungen von Krankheitskosten im Kanton Solothurn
  • Probleme bestehen seit zirka 2012
  • Zusätzliches Personal wurde eingestellt, neu werden weitere Stellen geschaffen

Gesuche steigen weiterhin an

Bei der erstmaligen Anmeldung zum Bezug von Ergänzungsleistungen zur AHV/IV sowie bei den Einsprache-Entscheiden sei weiterhin mit längeren Wartezeiten zu rechnen, teilte AKSO am Mittwoch mit. In diesem Jahr werde es über 1900 Neuanmeldungen und über 34‘000 zu verarbeitenden Vergütungen von Krankheitskosten geben.

Die Gesuche um Ergänzungsleistungen zur AHV und IV steigen weiterhin an. Die Zahl der Personen, die zur Existenzsicherung auf Ergänzungsleistungen angewiesen ist, hat sich laut Ausgleichskasse in den letzten zehn Jahren um mehr als 40 Prozent erhöht. Dies stelle die Vollzugsstellen und die Politik vor Herausforderungen.

«  Manchmal müssen ältere Menschen wirklich Sozialhilfe beantragen, weil ihre Anträge nicht behandelt werden. »

Ida Boss-Waldner
GL Pro Senectute Solothurn (Zitat sinngemäss)

Pendenzen abtragen: Zwei Monate als Ziel

Die Ausgleichskasse will nach eigenen Angaben 80 Prozent der Neuanmeldungen innert zwei Monaten beurteilen können. Die angestrebte Stabilisierung verzögert sich nach Einschätzung der öffentlich-rechtlichen Anstalt weiter bis ins Jahr 2015.

Beim Abtragen des Pendenzenberges würden diejenigen Gesuche vorgezogen, die kaum warten könnten. Gemeint sind Gesuche von Personen, die ohne Ergänzungsleistungen unweigerlich Sozialhilfe beantragen müssten.

Verzögerungen sind nicht ganz neu

Bereits im Herbst 2012 hatte die Ausgleichskasse über massive Verzögerungen bei der Behandlung der Gesuche berichtet. Als Ursachen nannte die Anstalt die Einführung eines neuen elektronischen Fallverarbeitungssystems. Hinzu kamen damals Absenzen von Mitarbeitenden wegen Krankheit und Mutterschaft.