Gewerkschaft bewirkt Baustopp in Wohlen: Es ist zu kalt

Die Gewerkschaft Unia hat laut eigenen Angaben in Wohlen interveniert. Auf einer Baustelle wurden sämtliche Aussenarbeiten eingestellt. Kälte, Schnee und Eis würden für die Bauarbeiter eine Gefahr darstellen, sagt die Gewerkschaft.

Eine winterlich verschneite Baustelle in Wallisellen.

Bildlegende: Auch auf dieser Baustelle im Kanton Zürich wurden die Arbeiten eingestellt: Wegen der Kälte und der Gewerkschaft. Keystone

Der Winter hat die Schweiz im Griff. Trotzdem wird auf vielen Baustellen im Land munter weiter gearbeitet. Die Gewerkschaft Unia interveniert deshalb in diesen Tagen bei Bauunternehmen, wenn sie eine Gefährdung des Personals sieht. Aktuelles Beispiel ist eine Baustelle in Wohlen.

In der Nähe der Lidl-Filiale wird aktuell eine Überbauung erstellt. Die Unia hat nach eigenen Angaben auf dieser Baustelle «besonders prekäre Arbeitsbedingungen» festgestellt. Sie habe beim Bauunternehmer interveniert und dieser habe nun alle Arbeiten im Freien eingestellt, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Gewerkschaft begrüsse diesen Entscheid und fordere andere Baufirmen der Region auf dem Beispiel zu folgen.

Generell hält die Unia fest, dass auf dem Bau ein hoher Termin- und Kostendruck herrsche. Dieser führe dazu, dass trotz Minustemperaturen und Eis gearbeitet werde. Das gefährde die Gesundheit der Bauarbeiter. Die Unia will deshalb in den nächsten Tagen weiterhin Baustellen überprüfen und wenn nötig intervenieren.