Gigathlon soll sieben Millionen zusätzlichen Umsatz generieren

Welche Auswirkungen haben grosse Sportanlässe auf die umliegende Region? Eine Frage, welche vor allem bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften immer wieder zu reden gibt. Dabei geht es vor allem darum, ob die positiven Effekte überwiegen. Wie ist es im Kanton Aargau mit dem Gigathlon?

Mann am laufen.

Bildlegende: Der Gigathlon bedeutet viel Aufwand. Bringt er der Region etwas? Keystone

Unter den Schweizer Kantonen wird der Aargau oft als Durchfahrts-Kanton bezeichnet. Der neu gegründete Verein Aargau Tourismus will dies ändern. «Der Gigathlon hat mehr Potential», sagt Kathrin Scholl, Präsidentin des Vereins gegenüber Radio SRF. Startschuss für dieses Vorhaben soll der Gigathlon sein. An über 100 Schlössern, Burgen und Klöstern führt die Strecke vorbei.

Positive Effekte überwiegen

«Wir erhoffen uns dadurch, das Image und die Bekanntheit des Aargaus als Freizeit-Kanton zu steigern», sagt Kathrin Scholl weiter. Solche indirekten Effekte sind laut einer Studie des Bundes schwer messbar. Das Bundesamt für Sport hat schon viele solche Sportanlässe ausgewertet.

Gut messbar hingegen sind die direkten Auswirkungen. So zum Beispiel die Hotelübernachtungen. Bei der regionalen Hotelkette Aargau Hotels sind alle zehn Betriebe komplett ausgebucht. Auch die Konsumation von Lebensmitteln in der Region generiert eine Wertschöpfung. Die Organisatoren rechnen mit einem zusätzlichen Umsatz von sieben Millionen Franken in der Region.

Sportveranstaltungen können aber auch negative Effekte verursachen wie zum Beispiel übermässigen Abfall oder Naturschäden. Daran glaubt Kathrin Scholl beim Gigathlon aber nicht. «Klar gibt es auch negative Auswirkungen, aber die positiven Effekte überwiegen», so die Präsident des Vereins Aargau Tourismus.