Kultur in Baden Gnadenfrist für das Nordportal

Die Stadt dreht der Kultur- und Konzerthalle den Geldhahn zu – aber nicht mehr so so schnell wie geplant.

Die Stadt Baden will dem Kulturbetrieb Nordportal die finanzielle Unterstützung von 200'000 Franken pro Jahr streichen. Nach Kritik räumt der Stadtrat den Nordportal-Betreibern nun eine Gnadenfrist ein, um sich auf die neue Situation einzustellen.

Die Betreiber könnten so andere Lösungen finden, teilte die Stadtregierung am Dienstag mit. Die Betreiber des Konzertlokals erhalten nun bis Juni 2018 finanzielle Unterstützung der Stadt – ein halbes Jahr länger als zunächst geplant.

Nordportal sieht sich in Existenz gefährdet

Die Stadtregierung hatte im Juni mitgeteilt, dass sie den Ende Jahr auslaufenden Leistungsvertrag mit dem Nordportal nicht mehr erneuern wird. Die Betreiber zeigten sich bestürzt. Mit dem Wegfall der Unterstützungsbeiträge der Stadt gilt der Weiterbetrieb des Nordportals als gefährdet.

Der Vertrag läuft seit 2015. Nun fällt nicht nur der direkte Förderbetrag von 60'000 Franken weg, womit die Betreiber nach eigenen Angaben gerechnet hatten. Die Stadt streicht auch den teilweisen Mietzinserlass mit Nebenkosten. Dies entspricht rund 180'000 Franken.

Sparbefehl des Parlaments

Der Einwohnerrat hatte beschlossen, dass die Stadt zur Verbesserungen des Nettoaufwands sparen muss. Um die Vorgabe im Budget 2018 umzusetzen, müssen die Ausgaben um vier Prozent gesenkt werden. Dies könne «nicht ohne einen substanziellen Leistungsabbau» umgesetzt werden, hält die Stadtregierung fest.

Weil die Stadtregierung nun auf das Wiedererwägungsgesuch der Kulturschaffenden teilweise eintritt, werde die Abteilung Kultur ihr Budget-Ziel erst 2019 vollständig erfüllen können, heisst es in der Mitteilung.