Grenchner BMC: Eigene Karbonrahmen rentieren zu wenig

Der Grenchner Velohersteller wollte selber Karbonrahmen in Serie und im grossen Stil produzieren. Seit letzten Herbst wurde die Produktion jedoch heruntergefahren. Es wird nur noch auf Bestellung produziert. Dafür werden die Maschinen jetzt intern stärker genutzt, heisst es bei BMC.

Ein Carbonrahmen von BMC, aufgenommen in der BMC-Produktionsstätte in Grenchen am 24. Januar 2012.

Bildlegende: Karbonrahmen vollautomatisch und in Serie produzieren. Das war die Ursprungs-Idee der Impec-Abteilung von BMC. Keystone

Rund 40 Millionen Franken hat der Grenchner Velohersteller BMC zuletzt investiert, um selber serienmässig Karbon-Rahmen herstellen zu können. Damit wollte man nicht länger abhängig sein von asiatischen Produzenten. Nun lässt BMC aber wieder in Asien produzieren, und hat die eigene Serienproduktion heruntergefahren.

Serienproduktion war nicht rentabel

Selber Karbonrahmen produzieren habe nicht so rentiert wie gewünscht, heisst es bei BMC auf Anfrage. Die Karbonvelos seien zuletzt zu teuer geworden, hiess es zuletzt in der Fachzeitschrift Velojournal. Demnach kostete das günstigste Komplett-Velo immer noch über 10'000 Franken.

BMC habe deswegen aber nicht Millionen von Franken in den Sand gesetzt. Die Maschinen würden weiterhin benützt, fast täglich, heisst es. Nach wie vor werden Serien produziert, allerdings nur auf Bestellung. Und neben der Produktionsabteilung gibt es nun eine Entwicklungsabteilung.

Prototypen stellt BMC nun selber her. Kleinere Teile, beispielsweise für den Lenker oder den Sattel, würden nun im eigenen Betrieb hergestellt. Das wiederum spare Kosten, weil man diese Aufträge früher an andere Firmen vergeben musste, heisst es bei BMC auf Anfrage.