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Grenchner Fasnacht Der Umzug vor dem Umzug

Obernarr und Umzugschef der Grenchner Fasnacht besichtigen alle Wagen jeweils vor dem Umzug. Auch zur Sicherheit.

Ein Gartenhaus auf einem Anhänger
Legende: Der Grenchner Obernarr Diego Kummer (Mitte) und Umzugschef Martin Werren (rechts) inspizieren den Fasnachts-Umzugswagen von Andreas Lüthi (links) ZVG/Vittorio Zanon

Sie sehen aus wie riesige Fässer, Biergläser, Werkzeugkisten oder gar Flughafen-Tower. Doch unter der Verkleidung der Umzugswagen an der Fasnacht verbergen sich Zugfahrzeuge und Anhänger. Manchmal sind es Unimogs, manchmal Traktoren oder Motormäher, welche die Fasnachtssujets aus Holz und Sagex an den staunenden Zuschauern vorbeiziehen.

Fasnachtsumzugswagen mit übergrossen Werkzeugen
Legende: Die Sauzfassnarren von Selzach nehmen sich in diesem Jahr selbst auf die Schippe. Weil ihr Wagen beim letzten Umzug eine Panne hatte, sieht er dieses Jahr aus wie eine Werkzeugkiste. ZVG/Vittorio Zanon

Doch auch an der Fasnacht gelten Sicherheitsvorschriften. Bei der Grenchner Fasnacht ist es der Umzugschef Martin Werren, der sicherstellen muss, dass die Umzugswagen nicht zur Gefahr für Wagenbauer und Zuschauer werden. Gemeinsam mit dem Obernarren Diego Kummer macht der Umzugschef in Grenchen jeweils zwei Wochen vor dem Fasnachtsumzug einen eigenen Umzug.

Kontrolle zur Sicherheit

Die beiden ziehen von Wagen zu Wagen und kontrollieren nicht nur die Sujets, sondern auch, ob die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. «Es kommt zum Beispiel vor, dass die Abdeckungen nicht tief genug sind oder aus zu weichem Material gebaut wurden», erklärt Werren. Es wurden dem Umzugschef auch schon Anhänger präsentiert, die für das Zugfahrzeug schlicht zu schwer waren.

Ein Fass um einen Unimog gebastelt
Legende: Beim Umzugswagen der Aare-Schnägge ist die geplante Schliessung der Post in Selzach das Thema. Unter dem Fass verbirgt sich ein Unimog. ZVG/Vittorio Zanon

Oder zu hoch. Denn: In Grenchen führt der Umzug unter dem Viadukt hindurch. «Deshalb dürfen die Wagen nicht höher sein als 3,90 Meter», erklärt Werren. Da musste der Umzugschef auch schon mal durchgreifen. «Die Sicherheit ist unser oberstes Gebot.»

Nur kleine Korrekturen

Beim Rundgang am vergangenen Samstag musste der Umzugschef nur Kleinigkeiten korrigieren. Nach der Inspektion bleibt den Wagenbauern jeweils noch genug Zeit, um allfällige Mängel zu beheben. Vom Umzug ausschliessen musste er noch keinen einzigen Wagen. «Die Wagenbauer setzen immer um was wir von ihnen verlangen», sagt Werren.

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