Grenzwache beschlagnahmt Waffe in Kaiserstuhl

Grenzwächter haben im Kanton Aargau ein Auto durchsucht und sind auf eine mit Munition gefüllte Waffe gestossen. Der Besitzer wurde an die Kantonspolizei übergeben. Waffenfunde haben zugenommen an der Grenze.

Pistole

Bildlegende: Die beschlagnahmte Waffe war mit Munition befüllt. Grenzwachtregion Basel

Bei einer Zollkontrolle in Kaiserstuhl haben Schweizer Grenzwächter am Montag im Auto eines 27-jährigen Serben eine Schusswaffe gefunden. Der Mann wurde an die zuständige Staatsanwaltschaft wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz verzeigt.

Waffe in Zürich gekauft

Der Festgenommene wohnt im Kanton Zürich. Die Waffe war gemäss Angaben der Grenzwachtregion Basel vom Mittwoch im Handschuhfach versteckt. Es handelte es sich um eine Pistole der Marke «Kommer» mit einem eingesetzten und gefüllten Magazin.

Der Lenker des Fahrzeugs sagte gegenüber den Grenzwächtern, dass er die Waffe vor wenigen Tagen in Zürich für einige hundert Franken gekauft habe. Er wurde zusammen mit der sichergestellten Schusswaffe der Kantonspolizei Aargau übergeben.

Grenzwache-Schriftzug auf Patrouillenfahrzeug

Bildlegende: Die Grenzwache hat im vergangenen Jahr mehr verbotene Waffen gefunden als früher. Keystone

Mehr verbotene Waffen an der Grenze

Im Jahr 2014 registrierte die Grenzwachtregion Basel gemäss eigenen Angaben eine «markante Zunahme» an Verstössen gegen das Waffengesetz, diese nahmen um knapp 27 Prozentpunkte zu. In 505 Fällen stiessen Grenzwächter bei Zollkontrollen auf verbotene Waffen.

Dabei standen Stichwaffen und Schlagstöcke im Vordergrund. Jedoch wurden auch 28 Schusswaffen entdeckt. Oft waren die Waffen in Privatfahrzeugen versteckt.