Grippe-Welle ist (noch) nicht in der Region angekommen

In den Kanton Solothurn und Aargau scheint die Anzahl der Grippe-Verdachtsfälle noch nicht alarmierend hoch zu sein. Das zeigen Anfragen bei Spitälern und Ärzten. Letzte Woche hatte das Bundesamt für Gesundheit vermeldet, dass der Grenzwert für eine Epidemie leicht überschritten wurde.

Frau mit Fibermesser im Mund.

Bildlegende: Aargauer und Solothurner Ärzte haben noch keine Epidemie festgestellt. Colourbox

Im Kantonsspital Olten kam es in den letzten Tagen zu einer Häufung von Grippe-Verdachtsfällen, bestätigt Eric Send, Mediensprecher der Solothurner Spitäler AG. Von einer Epidemie oder Anzeichen davon spricht er aber nicht. Und auch sonst sieht es derzeit noch nicht so aus, als wäre die Region von der Grippe stark betroffen.

Das Bundesamt für Gesundheit hatte letzte Woche mitgeteilt, dass der Grenzwert für eine Epidemie in diesem Winter erstmals übertroffen wurde, wenn auch knapp. Betroffen davon sei auch das Mittelland.

Noch keine Grippe-Welle

Wenn man bei den Solothurner Ärzten stichprobenweise nachfragt, gibt es jedoch keine Anzeichen auf eine Epidemie. «Wir hatten Verdachtsfälle, aber nicht mehr als sonst», erklärt der Langendorfer Hausarzt Michael Flury gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn.

Auch bei der Grenchner Gruppenpraxis am Marktplatz gibt es keine auffällige Häufung. Dort gibt es aktuell pro Woche einen bis vier Verdachtsfälle, heisst es auf Anfrage.

Im Kanton Aargau ist es ebenfalls ruhig in Sachen Grippe. «Wir haben zwar täglich fünf bis zehn Patienten, die sich wegen Atemwegsinfekten bei uns melden. Davon sind aber nur einige wenige, welche die wirkliche Grippe haben», erklärt Marco Bellafiore, Mediensprecher beim Kantonsspital Baden. Und auch das Kantonsspital Aarau spricht bloss von «vereinzelten Fällen».