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Grüne Aargau Partei arbeitet «Fall Fricker» auf – hinter verschlossener Tür

Es rumort bei den Grünen. An der Mitgliederversammlung will die Parteileitung auf Fragen und Kritik eingehen. Medien sind nicht willkommen.

An ihrer Mitgliederversammlung vom 24. Oktober in Rheinfelden wollen die Aargauer Grünen ein heikles Thema diskutieren: Den Rücktritt ihres Nationalrats Jonas Fricker. Diese Diskussion sei für die Partei sehr wichtig, sie solle offen geführt werden, so eine Mitteilung der Partei vom Donnerstag. Und die Diskussion könne nur dann offen geführt werden, wenn die Parteimitglieder unter sich seien – also unter Ausschluss der Medien.

Auch Fricker wolle den Medien weiterhin keine Auskunft mehr erteilen, heisst es in der Mitteilung weiter. Dieser Wunsch solle respektiert werden, so Parteipräsident Daniel Hölzle. «Sollten wir eine Entscheidung treffen, werden wir Sie mit einer Medienmitteilung bedienen», heissts es im Schreiben der Grünen an die Medien. Welche «Entscheidung» gemeint sein könnte, wollte Daniel Hölze, Präsident der Grünen Aargau, auf Anfrage von Radio SRF nicht sagen.

Geht es um den Rücktritt des Präsidenten? Ihm sei nicht bekannt, dass ein Antrag auf Rücktritt gestellt werden könnte, so Hölzle. Geht es darum, Jonas Fricker zum Rücktritt vom Rücktritt zu bewegen? Das könne nicht eine Versammlung entscheiden, so Hölzle, das sei ein persönlicher Entscheid von Fricker.

Die Parteileitung will und muss sich erklären

Im neusten Newsletter an die Parteimitglieder schreibt die Parteileitung der Grünen, der Fall um Parteikollege Jonas Fricker habe diverse kritische Feedbacks zur Folge gehabt.

Unter anderem sei die Rolle des Parteivorstandes und seine Funktion als Präsident hinterfragt worden, so Hölzle. Man nehme diese Rückmeldungen ernst und wolle den Fall deshalb parteiintern aufarbeiten.

Der Vorstand werde darlegen, weshalb er Jonas Fricker den Rücktritt als Nationalrat empfohlen habe. Zudem sei dies die Möglichkeit, um den Fall umfassend zu besprechen. Nur eben: Die Medien sollen davon nichts mitbekommen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Martin Buchmann (Buchmi)
    Wie immer sind die Medien beleidigt, wenn sie draussen bleiben müssen... In diesem Fall besteht tatsächlich ein öffentliches Interesse. Fricker hat sich einen groben Fehltritt geleistet, hat sich aber umgehend entschuldigt und Konsequenzen gezogen. Die Betroffenen akzeptierten die Entschuldigung. Für mich ist die Sache damit erledigt. Was ist das für eine Gesellschaft, in der eine Entschuldigung nichts wert ist, weiter auf dem Fall herumgeritten wird und krampfhaft Sündenböcke gesucht werden?
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