Grüne fordern einen Umbau der Axpo

Weg vom veralteten Atomstrom und hin zu moderner erneuerbarer Energie. Diese Veränderung der Axpo fordern die Grünen. Gefordert seien die Eigentümer der Axpo, darunter der Kanton Aargau. Dieser will von einer Neuausrichtung des Konzerns aber nichts wissen.

Axpo Schriftzug am AKW Beznau

Bildlegende: Auch im Aargau fordern die Grünen einen Umbau der Axpo, damit kein finanzielles Risiko für die Zukunft entsteht. Keystone

Die Grünen der an der Axpo beteiligten Kantone fordern eine Neuausrichtung des Unternehmens auf «werthaltige» Bereiche, wie sie am Donnerstag vor den Medien ausführten. Die Axpo sei zu einem Grossrisiko für ihre Aktionäre – Kantone und Kantonswerke – geworden.

Die Grünen beziehen sich auf eine Studie des ehemaligen Basler SP-Nationalrats Rudolf Rechsteiner. Sie zeige, dass die Axpo im europäischen Strommarkt «denkbar ungünstig» aufgestellt sei. Für die Aktionäre, und damit auch für die Steuerzahlenden, steige das Risiko zusehends. Namentlich die Verpflichtungen aus den AKW-Beteiligungen führten zu einem «finanziellen Ausbluten».

Axpo und Aargau beurteilen Situation anders

Der Energiedienstleistungskonzern Axpo hat seinen Hauptsitz in Baden. Aktionäre und damit Eigentümer sind die Kantone Aargau, Zürich, Schaffhausen, Glarus und Zug beziehungsweise Kantonswerke wie die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, das Aargauer AEW Energie, die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke und die Thurgauer EKT.

Die Aargauer Regierung sieht aber keinen Handlungsbedarf, wie Sprecher Peter Buri auf Anfrage von Radio SRF sagt: «Die Situation auf dem europäischen Strommarkt ist eine Herausforderung. Das Unternehmen ist aber gut aufgestellt», findet Buri. Der Regierungsrat prüfe als Aktionär regelmässig die Strategie des Unternehmens. Die Axpo selber weist die Forderungen der Grünen als unnötig zurück.