Grünes Licht für Neubau im Alterszentrum Kehl in Baden

Im Alterszentrum Kehl in Baden verschwindet das Hochhaus. Es wird ersetzt durch einen Neubau mit 56 Alterswohnungen. Der Baustart wurde durch eine Beschwerde gegen die Zufahrt verzögert. Nun ist die Beschwerde aber vom Tisch.

Visualisierung der Neubauten.

Bildlegende: Die beiden Neubauten mit den Aussenräumen in einer Visualisierung. Im Sommer 2016 sind die Wohnungen bezugsbereit. zvg

Im März fahren die Bagger auf, dem Neubau steht nichts mehr im Weg, sagt Daniela Oehrli, Verwaltungsratspräsidentin der Alterszentrum Kehl Betriebe AG. Kosten soll eine Wohnung hier zwischen 1200 und 1700 Franken. Bauherrin ist die Stadt Baden.

Dies sei ein bewusster Entscheid, sagt Daniela Oehrli. «Wir hatten private Interessenten, und haben auch mit ihnen verhandelt. Sie verlangen aber eine viel höhere Rendite. Wenn man Wohnungen für untere und mittlere Einkommen bauen will, muss die öffentliche Hand helfen», ist die ehemalige SP-Stadträtin überzeugt.

Das Interesse ist riesig

Die neuen Alterswohnungen stossen auf grosses Interesse. Praktisch alle wären schon vermietet, hätte die Stadt schon Zusagen gemacht: «Wir haben eine Warteliste, aber bewusst keine Zusagen gemacht. Nur die bisherigen Bewohner können sicher einziehen», so Daniela Oehrli im Gespräch.

Das Konzept der Alterswohnungen überzeugt offenbar. Spitex im Haus, nebenan ein Pflegebetrieb, grössere Wohnungen, die den Ansprüchen der heutigen Generation Rechnung tragen. Im August sollen die neuen Wohnungen fertig sein. Bis dann leben die bisherigen Bewohner in einem Provisorium.

Total arbeiten 100 Angestellte im Alterszentrum Kehl. 1964 wurde es eröffnet. Momentan leben rund 110 Bewohner im Zentrum. Das Badener Stimmvolk hat den Neubau (38 Millionen Franken) deutlich bewilligt, mit fast 90 Prozent Ja-Stimmen.