Handballer vom STV Baden freuen sich auf erste NLB-Saison

Nach 24 Jahren kehren die Handballer vom STV Baden wieder zurück in die zweithöchste Spielklasse, in die Nationalliga B. Bei aller Freude über diesen Meilenstein bedeutet der Aufstieg viel Arbeit für den Verein, sowohl in sportlicher als auch in organisatorischer Hinsicht.

Der Aufstieg in die NLB wurde beim STV Baden schon Mitte 2012 zum offiziellen Ziel erklärt. Damals verfasste der Verein seine «Vision 2022» in der als Ziel angegeben wird, das führende Handballteam der Region zu werden. «Wir wollen Junge, die Handball spielen wollen, wieder zum STV Baden führen», sagt Vereinspräsident Daniel Hitz gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF.

Darum begannen auch schon 2012 die ersten Vorbereitungen für das anvisierte Ziel. Erste Schritte waren die Trennung von Leistungs- und Breitensport, sowie die Gründung der STV Baden Handball GmbH, die für die Abwicklung des Leistungssportes zuständig ist.

Aufstieg kam früher als gedacht

Gemäss den Plänen des STV Baden rechnete man eigentlich erst auf die Saison 2014/15 mit einem Aufstieg in die NLB. Dennoch sei man natürlich auch mit dem früheren Aufstieg sehr zufrieden: «Ein Aufstieg lässt sich schwer planen und nun müssen wir den Businessplan einfach entsprechend anpassen», zeigt sich Präsident Hitz gelassen.

Der Handballverein rechnet trotzdem damit, dass man sich in der NLB behaupten kann. Schon nur wegen der speziellen Situation mit total sechs Aargauer Teams: «Bei so vielen Derbys ist eigentlich alles möglich. Vor allem erwarten wir viele packende Partien», so Hitz.

Regionale Zusammenarbeit ist schwierig

Mit dem Aufstieg des STV Baden spielen nun drei Teams aus dem Raum Baden in der NLB, wo bisher schon Endingen und Siggenthal/vom Stein vertreten waren. Das verschärfe natürlich den Konkurrenzkampf um Spieler und Sponsoren, meint Daniel Hitz: «Hier spielt nun der Markt. Die einzelnen Vereine müssen sich überlegen, ob sie den Aufwand für den NLB-Spielbetrieb weiterhin leisten wollen.» Beim STV Baden sei man zuversichtlich, da man den Sponsoren sehr professionelle Strukturen bieten könne.

Freuen sich auf die erste NLB-Saison nach 24 Jahren: Die Handballer des STV Baden

Bildlegende: Freuen sich auf die erste NLB-Saison nach 24 Jahren: Die Handballer des STV Baden. zvg, staedtli.ch

Zwar habe der STV Baden Handball versucht mit anderen Vereinen die Zusammenarbeit zu verstärken. Sogar eine Fusion war kurz ein Thema. Diese konnte dann allerdings aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden, weshalb der STV Baden vorerst seinen eigenen Weg geht. Für die Zukunft sei man aber weiterhin offen, betont Daniel Hitz: "Falls sich die Vereine einig werden, ist man beim STV Baden sofort bereit zu Gunsten ein regionalen Teams zurückzustecken. Je nachdem könnte man sogar auf den Namen STV Baden verzichten.

Zunächst aber geht es nun um die kommende NLB-Saison. Am 7. September startet der STV Baden direkt mit einem Spitzenspiel und zwar gegen den Aufstiegskandidaten der letzten Saison und Kantonskonkurrent, den HSC Suhr/Aarau.