Heiner Studer tritt von der Wettinger Politbühne ab

Am Rande der Einwohnerratssitzung vom Donnerstag hat der Wettingen Vizeammann Heiner Studer seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode angekündigt. Der EVP-Politiker will sich nach 40 Jahren aus der kommunalen Politik zurückziehen. Er tritt für die Wahlen am 22. September nicht mehr an.

Portrait von Heiner Studer.

Bildlegende: Heiner Studer tritt immer wieder in Bundesbern auf: Als Parteipräsident der EVP Schweiz. Keystone

Heiner Studer ist Vollblutpolitiker. Bereits 1974 wurde der EVP-Mann in den Wettinger Einwohnrrat gewählt. Ein Jahr vorher schon war er Mitglied des Kantonsparlaments geworden. Von 1999 bis 2007 vertrat Studer zudem seine Partei im Nationalrat.

In der Wettinger Exekutive ist Heiner Studer seit 1986 tätig. 1985 wurde er in einer Kampfwahl in den Gemeinderat gewählt, 1993 zum Vizeammann. Damit hat Heiner Studer 28 Jahre in der Wettinger Exekutive verbracht, 20 Jahre davon als Vizeammann.

Studer präsidiert die Schweizer EVP

«Ich hatte glücklicherweise nie ernsthafte gesundheitliche Probleme und bin nach wie vor motiviert im Einsatz», hält Studer in seiner Erklärung an den Einwohnerrat fest. Er freue sich auf zusätzlichen zeitlichen Freiraum. Heiner Studer erreicht demnächst das Pensionsalter.

Studer ist aber immer noch politisch aktiv auf nationaler Ebene. Seit 2008 präsidiert er die Evangelische Volkspartei der Schweiz. Daneben ist er Präsident des Theologisch-Diakonischen Seminars in Aarau.

Studer ist Vater von drei erwachsenen Töchtern und Grossvater. Eine seiner Töchter, Liliane Studer, ist in die Fussstapfen des Vaters getreten und präsidiert die EVP-Fraktion im Aargauer Grossen Rat.