Hochzeit von Ennetbaden und Baden vorläufig kein Thema

Die Gemeindeversammlung hat wie erwartet den Gemeinderatsbeschluss bestätigt: Die Fusionsverhandlungen mit der Stadt Baden werden sistiert. Ein deutlicher Entscheid im Zeichen der Zeit. In Baden zeigt man sich enttäuscht darüber.

Oederlin-Areal bei Ennetbaden an der Limmat.

Bildlegende: Baden bleibt in Griffnähe: Die Fusion von Ennetbaden und der Nachbarstadt wird aber vertagt. Keystone

Der Entscheid fiel deutlich aus: 125 gegen 20 Stimmen für die Sistierung der Fusionsabklärungen. Der Gemeinderat kann also auf breite Zustimmung aus der Bevölkerung setzen. Seine Argumente überzeugten offenbar.

  • Eine Fusion von Ennetbaden und der Stadt Baden bringe zu wenig, als dass man diese Fusion noch in der aktuellen Legislaturperiode forcieren müsse.
  • Eine Fusion nur zwischen Ennetbaden und Baden könne sowieso nur ein erster Schritt sein. Möchte man die Region richtig stärken, müssten noch weitere Gemeinden mitmachen.
  • Eine Fusion mit Baden hätte aktuell kaum politische Chancen angesichts der politischen Wirren in der Limmatstadt.

An der Gemeindeversammlung in Ennetbaden wurde aber auch klar: Eine Hochzeit mit Baden soll nicht definitiv in der Schublade verschwinden. Das Ansinnen ist sistiert, wird nur vertagt. Auf vorläufig unbestimmte Zeit.

Bedauern in Baden

In einer Stellungnahme vom Freitagmorgen nimmt der Badener Stadtrat den Entscheid aus Ennetbaden zur Kenntnis. Darin heisst es, dass man den Beschluss bedauere und ihn als verpasste Chance für eine zügige Weiterentwicklung der Region sehe.

Der Badener Stadtrat sehe in der Bevölkerung weiterhin ein grosses Interesse an einer Fusion, weshalb er innerhalb der Planungsgruppe Baden Regio eine vertiefte Auslegeordnung zur weiteren Fusionszusammenarbeit der umliegenden Gemeinden anstreben wolle.