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Aargau Solothurn Holzkraftwerk als mögliche Alternative für AKW Beznau?

Die Energiewende fordert die Firmen der Energiebranche. Sie müssen neue Lösungen finden, wie sie in Zukunft ihre Kunden mit Strom oder Wärme versorgen. So zum Beispiel auch die Firma Refuna AG, welche über 2600 Haushalte im unteren Aaretal mit Wärme aus dem Kernkraftwerk Beznau versorgt.

Greenpeace-Aktivist mit Protest-Plakat vor dem AKW Beznau
Legende: Noch ist unklar, wann das «Experiment Beznau» beendet wird. Klar ist: Neben Strom produziert das AKW auch Wärme. Keystone

Obwohl die Laufzeit von Beznau 1 und 2 nicht begrenzt ist, macht sich die Firma Refuna AG bereits heute Gedanken, wie die Wärme für das regionale Fernwärmenetz im unteren Aaretal produziert werden soll, wenn das Kernkraftwerk dereinst stillgelegt wird.

Drei Männer drehen an einem Rad in einem Keller voller Leitungen, Schwarz/Weiss-Bild
Legende: Das Refuna-Fernwärmenetz war bei seiner Eröffnung 1986 europaweit einzigartig: Im Bild Bundesrat Leon Schlumpf (links). Keystone

Genug Holz im Aargau

«Es ist wichtig, dass man bereits jetzt mit potenziellen Partnern in Kontakt tritt», erklärt Refuna-Verwaltungsratspräsident Kurt Müller gegenüber Radio SRF. So könne man seine eigenen Bedürfnisse platzieren und mögliche Partner finden.

So hat sich die Refuna AG am 22. Oktober mit dem Aargauischen Waldwirtschaftsverband zusammen gesetzt. Die beiden Organisationen haben über die Möglichkeiten und Grenzen eines Holzheizkraftwerks im unteren Aaretal gesprochen.

Geothermie als weitere Wärme-Quelle?

Klar ist bereits, dass genügend Holzschnitzel für das untere Aaretal zur Verfügung stehen würden, falls man ein Holzheizkraftwerk bauen möchte. «Ein einzelnes solches Kraftwerk könnte allerdings die Leistung des Kernkraftwerks Beznau nicht ersetzen», sagt Kurt Müller. Eine weitere Option deshalb: Geothermie. Auch die Nutzung von Erdwärme will die Refuna AG nun noch prüfen.

Die Refuna AG denkt also weit voraus für ihre 2600 Kunden. Dabei wird Kurt Müller jetzt schon leicht sentimental, wenn er an Beznau denkt. «Eine so komfortable Lösung werden wir nie mehr haben. Heute können wir jederzeit so viel Wärme ziehen, wie wir brauchen. Das geht ohne Beznau nicht mehr.»

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann, Stein am Rhein
    Back to the roots. In der Steinzeit haben sie auch Holz verbrannt. Aber ist das nachhaltig? Da hab ich doch meine Zweifel.
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  • Kommentar von F.Fischer, Basel
    Seit bald 20 Jahren können Häuser outark gebaut werden, mit ca. 8-10% Mehrkosten. Die wenigsten Häuser werden so gebaut, weil Energie anscheinend zu billig ist. Unser Parlament hat es nie zur Vorschrift gemacht, dass Häuser outark gebaut sein müssen, warum nicht? Zur Unterstützung der Energielobby o. aus Verantwortungslosigkeit. Die neuen AKW Reaktoren sind viel effizienter, lösen aber die Probleme der Kernenergie nicht (Gau, Endlagerung, nicht versicherbar). Wir sollten grüne Energie ernten.
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