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Aargau Solothurn Homeschooling in Merenschwand: Mama ist die Lehrerin

Über 500 Kinder werden schweizweit zuhause unterrichtet – von ihren Eltern. Viele Kantone fordern von Mutter oder Vater für dieses Homeschooling ein Lehrerdiplom und eine Bewilligung, andere Kantone sind liberaler, so zum Beispiel der Kanton Aargau. Ein Hausbesuch in Merenschwand.

Legende: Video Mama ist die Lehrerin abspielen. Laufzeit 9:05 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.09.2015.

Das eine Kind malt Zahlen farbig aus, das zweite zählt erste Zahlen zusammen und das dritte Kind löst bereits komplexe Rechenaufgaben, alles unter der Aufsicht von Mutter Bernice Zieba.

Kinder werden nicht in ein Schema gepresst

Ihre Kinder seien freier dank dem Homeschooling und damit auch glücklicher: «Denn hier werden sie nicht in ein Schema gepresst wie in der Volksschule, wo alle genau dasselbe im selben Tempo lernen müssen», so Zieba. Ausserdem habe man dank Homeschooling auch mehr Zeit als Familie.

Wer seine Kinder zuhause unterrichtet, benötigt im Kanton Aargau weder Lehrerdiplom noch Bewilligung. Regelmässig kontrolliert aber die Schulinspektion, ob der für jedes Kind erstellte Stundenplan eingehalten und die Lernziele erreicht werden.

Zu wenig Austausch mit anderen Kindern?

So werde gesichert, dass auch Homeschooling-Kinder am Ende der Schulzeit auf dem Niveau der Volksschulschüler sind. Doch wie ist es mit der sozialen Komponente? Oft wird Homeschooling kritisiert, weil den Kindern damit der Austausch mit anderen Kindern fehlt.

Dem will Bernice Zieba entgegenwirken und hat nun in Merenschwand zum ersten Mal ein Treffen mit anderen Homeschooling-Familien organisiert, das sei wichtig, damit ihre Kinder auch einen Austausch mit Gleichaltrigen haben.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Sandra Bolliger-Kunz (Sandra)
    Nicht stimmig ist für mich die Aussage von Herrn Wendelspiess, dass Homeschool-Kinder zu Hause gute schulische Erfolge erzielen können, auch für soziale Kontakte kann gesorgt werden ABER, so das richtig Wichtige, nämlich andere Meinungen kennen und akzeptieren lernen, dafür braucht es die Schule. Wo ist denn nun die in der Schule erlernte Weltoffenheit wenn es um Themen wie Homeschooling geht? Da hört es dann wohl auf! Wer entscheidet, was genehm ist und was nicht? Die Schule, der Staat?
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  • Kommentar von Ana De (Ana)
    Super Beitrag - Hut ab! Mama ist immer die Lehrerin, woher sollen die Kinder sonst lernen an der Hand zu gehen, mit dem Löffel zu essen, Schuhe zu binden aber auch anständig zu sein, über Frustration hinwegzukomen. Da sind Buchstaben und Zahlen eher einfach, bei komplexeren Fragen genügt, wenn man die Kinder ermutigt, sich die Infos zu holen. Was der ZH-Verantwortliche sagt ist schlicht eine Anmassung - das Leben selbst bietet mehr als jedes Schulzimmer und erst noch in echt! Bitte mehr HS-News!
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  • Kommentar von Franziska Widmer (Dalujo)
    Ein toller Bericht über das Lernen zu Hause! Danke Bernice für den interessanten Einblick in euren Alltag des Lebens und Lernens! Bernice hat auch ein empfehlenswertes Handbuch zum Homeschooling geschrieben: "Kinder brauchen keine Schule". Es ist ein grosses Vorrecht, dass in einigen Schweizer Kantonen noch Bildungspflicht besteht, aber nicht Schulpflicht. Kinder lernen oft mehr in kürzerer Zeit, da sie nicht abgelenkt werden und sich in Ruhe zu Hause besser konzentrieren können.
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