Hunde sollen in der Solothurner Verenaschlucht an die Leine

Die Verenaschlucht, ein Ausflugsziel in der Nähe der Stadt Solothurn, ist weit herum beliebt – etwa bei Spaziergängern und Hundehaltern. Die Schlucht ist aber auch ein Naturschutzgebiet. Die Regeln aus den 1970er-Jahren wurden nun überarbeitet. Hunde sollen nicht mehr frei herum laufen dürfen.

Spazierweg in der Verenaschlucht.

Bildlegende: Der Weg in der Verenaschlucht: Künftig nur für Hunde an der Leine und Fussgänger. SRF

Rund 20 Minuten Fussweg entfernt liegt die Verenaschlucht von der Solothurner Altstadt. Familien mit Kindern, Senioren auf dem Spaziergang, Hundehalter mit ihren Vierbeinern und sogar Mountainbiker trifft man im Naturschutzgebiet an. Für sie sollen neue Regeln gelten in der Schlucht, welche auf dem Gebiet der Bürgergemeinde Solothurn liegt.

Die Bürgergemeinde hat dem «Gestaltungsplan Naturreservat Verenaschlucht» bereits vor zwei Jahren zugestimmt. Nun gehen die Anpassungen in die öffentliche Mitwirkung, das kantonale Amt für Raumplanung veranstaltet eine Mitwirkungsveranstaltung. Das Naturschutzgebiet soll laut Kanton überarbeitet und «den heutigen Ansprüchen» angepasst werden.

Keine Velofahrer und freilaufenden Hunde mehr

Bereits heute sei vieles geregelt, erklärt Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger. Die «alten» Vorschriften seien aber wohl vielen Besuchern der Verenaschlucht nicht mehr bekannt. Velofahren in der Schlucht und Feuer entfachen ausserhalb der Feuerstelle seien nicht gestattet.

Die grösste Änderung ist laut Wyniger, dass Hunde künftig an der Leine geführt werden müssen. Ständig kontrollieren könne man diese Regelung allerdings nicht, so Sergio Wyniger.

«  Wir können nicht die Polizei für Kontrollen aufbieten. »

Sergio Wyniger
Bürgergemeindepräsident Solothurn

Er appelliert an die Eigenverantwortung der Hundehalter. Meistens funktioniere dies gut. Dieser Meinung ist auch Jonas Lüthy, beim Kanton Solothurn zuständig für die Betreuung der kantonalen Naturreservate.

«  Der Wald ist gross genug für alle. »

Jonas Lüthy
Amt für Raumplanung

Hundehalter, die ihre Vierbeiner frei laufen lassen wollten und Velofahrer könnten andere Waldstücke benutzen als jenes bei der Verenaschlucht.

Nachfolge für Einsiedlerin

Ein kleines Holzhäuschen an einer Felswand.

Bald soll die Einsiedelei wieder bewohnt sei. SRF

Die Einsiedelei in der Solothurner Verenaschlucht ist seit März verlassen. Die letzte Einsiedlerin, Schwester Benedikta, war nach eineinhalb Jahren wieder ausgezogen.

Ende September will der Solothurner Bürgerrat nun einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin wählen. Im Mai hatte der Rat den Grundsatzentscheid gefällt, die Stelle wieder zu besetzen.