«Ich bin kein Atomfreund, aber ich sehe keine Alternativen»

Die Energiestrategie des Bundes ist das dominierende Thema der Wintersession. Der Nationalrat hat eine Monsterdebatte vor sich. Los geht es am Montag. Die Energiewende ist gerade in den Kantonen Aargau und Solothurn ein heisses Eisen, wie ein Streitgespräch zeigt.

Walter Wobmann und Max Chopard

Bildlegende: SVP-Nationalrat Walter Wobmann und sein SP-Kollege Max Chopard-Acklin haben bei der Energie völlig andere Vorstellungen. SRF

Mehrere Tage dauert die Debatte im Nationalrat. Ihr Ausgang ist ungewiss, ist die Energiestrategie 2050 des Bundesrats doch höchst umstritten. Die FDP will die Vorlage zurückweisen. Und die SVP will gar nicht erst anfangen zu diskutieren, sie will nicht eintreten auf die Vorlage.

«  Das ist eine Hauruck-Übung mit katastrophalen Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft. »

Walter Wobmann
SVP-Nationalrat, Solothurn

In der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie UREK, sitzen auch Walter Wobmann (SVP, Solothurn) und Max Chopard-Acklin (SP, Aargau). Ein Jahr lang habe sich die Kommission vorbereitet auf diese Monsterdebatte, sagen sie im Gespräch mit Radio SRF. Einer Meinung sind sie bei weitem nicht.

Wobmann möchte an der Atomenergie festhalten, so lange es keine Alternative gäbe. «Ich bin kein Atomfreund, aber wir brauchen die Atomenergie noch.» Max Chopard-Acklin entgegnet darauf, dass die erneuerbaren Energien sehr wohl eine Alternative seien.

«  Mit Pumpspeicher-Kraftwerken können wir die Energieversorgung rund um die Uhr gewährleisten »

Max Chopard
SP-Nationalrat, Aargau

SVP-Nationalrat Walter Wobmann kritisiert insbesondere die Subventionen auf erneuerbare Energien. Damit werde Innovation gebremst. Er ist überzeugt, dass das Gewerbe und die Haushalte auch ohne Subventionen erneuerbare Energien unterstützen würden.