Im Aargau läuft der Kehrichtmarkt bald heiss

Die Kehrichtverbrennungsanlage Turgi KVA senkt ab 2014 ihre Preise. Künftig bezahlen die Mitgliedergemeinden 115 Franken anstatt 130 Franken pro Tonne. Die KVA Turgi senkt die Preise in einem schwierigen Umfeld. Die Strompreise sind nämlich im Keller und der Wettbewerb verschärft sich künftig.

Anlage von oben

Bildlegende: Die KVA Turgi verbrennt Siedlungsabfall aus 81 Gemeinden. KVA Turgi

Die Kehrichtverbrennungsanlage Turgi verbrennt seit Jahren Abfall mit voller Kapazität. Ab 2016 rechnet der Bund allerdings mit Überkapazitäten. Das heisst, dass nicht mehr alle Kehrichtverbrennungsanlagen voll ausgelastet werden. Unter anderem hat dies mit einer leicht sinkenden Abfallmenge zu tun. Hinzu kommt die Eröffnung einer grossen Kehrichtverbrennungsanlage im luzernischen Perlen.

KVA als Energieproduzent gefragt

Bei der Kehrichtverbrennungsanlage Turgi macht man sich um die Zukunft allerdings keine grossen Sorgen. «Wir sind als Energieproduzent sehr gefragt. Wir produzieren Energie für rund 69 Millionen Kilowattstunden Strom», erklärt KVA-Turgi-Direktor Peter Ender. Dazu kommt noch Fernwärme, die 6500 Wohnungen in der näheren Umgebung beheizt.