Digitalisierung der Schweiz Immer mehr Gemeinden nutzen 3D-Strassenbilder

Der Bauverwalter kann im Büro bleiben. Er braucht nicht mehr nach Draussen zu gehen. Das spart Zeit und Geld. Immer mehr Gemeinden setzen deshalb auf dreidimensionale Strassenbilder. Marktführer iNovitas aus Baden spricht von einem Boom, und wächst kräftig.

Als iNovitas 2011 gestartet ist, bestand die Firma aus zwei Leuten. Heute hat das Badener Unternehmen schweizweit rund 30 Mitarbeiter, in Europa sind es etwa 50.

Gewachsen ist iNovitas dank dreidimensionalen Bildern von Strassen. In immer mehr Bauverwaltungen wird auf diese Technologie gesetzt. Waren es anfangs Kantone und Städte, interessieren sich nun zunehmend auch Gemeinden dafür.

Viele Kantone arbeiten schon damit

«2016 und 2017 haben wir einen ziemlichen Boom in der Deutschschweiz. In diesen zwei Jahren kommen wohl 200 Gemeinden neu hinzu», sagt iNovitas-Geschäftsführer Christian Meier.

Ab dem 10. April ist das spezielle Messfahrzeug beispielsweise in Würenlos unterwegs und zeichnet dort sämtliche Strassen dreidimensional auf. Personen und Autokennzeichen würden dabei unkenntlich gemacht, teilt Würenlos mit. Auch Baden, Wettingen und mehrere weitere Gemeinden in der Region Baden lassen ihre Strassen digital vermessen.

Alles am Computer erledigen

Der Vorteil von «Google Street View für Profis», wie iNovitas-Geschäftsführer Christian Meier sein Produkt nennt: Die Bauverwalter können viele Arbeiten am Computer erledigen, für die sie bislang an einen bestimmten Ort gehen mussten. Das spart Zeit und Geld.

«Hinter jedem Pixel eines Bildes sind Koordinaten versteckt und die ganzen Geometrien. Ich kann so ein Gefälle ausmessen, ich kann eine Firsthöhe messen oder eine Sichtweite einschätzen», erklärt Meier.