E-Voting auf dem Vormarsch In fünf Aargauer Pilotgemeinden wird bald online abgestimmt

Im Kanton Aargau werden die Versuche mit E-Voting für Auslandschweizer fortgeführt. Im Jahr 2019 starten zudem in fünf Gemeinden die Pilotversuche für alle Stimmberechtigten. Der Grosse Rat hat einen Kredit von 2,83 Millionen Franken bewilligt.

E-Voting

Bildlegende: E-Voting möchte der Kanton Aargau schon länger. Ein erster Versuch wurde gestoppt, aus Sicherheitsgründen. Keystone

Der Versuch: Im Aargau können fünf Pilotgemeinden E-Voting testen. 55'000 Stimmberechtigte in Aarau, Baden, Wettingen, Buchs und Biberstein können ab 2019 im Internet abstimmen. Das Ziel des Versuchs: Mehr Junge zum abstimmen bringen.

Der Parlamentsentscheid: Im Aargau ist der Kredit für das E-Voting in den Pilotgemeinden nun bewilligt. Das Parlament sagte nach längerer Diskussion knapp mit 69 zu 61 Stimmen Ja. Die SVP und die Grünen lehnten das E-Voting ab. Für die Weiterführung der E-Voting-Versuche für Auslandschweizer und für die Pilotversuche in fünf Gemeinden machten sich FDP, SP, CVP, GLP und EVP/BDP stark.

Die Sicherheitsfrage: Die Befürworter des Versuchs räumten ein, dass noch nicht alle Missbrauchsrisiken ausgeschlossen seien. Auch bei der brieflichen Stimmabgabe sei die Sicherheit nicht zu 100 Prozent garantiert. Aber sie wiesen auch darauf hin, dass E-Banking heute selbstverständlich sei.

E-Voting Kanton Genf

Der Aargauer Regierungsrat will nach einen ersten gescheiterten Versuch nun das E-Voting-System des Kantons Genf kaufen. Er fällte den Kaufentscheid nach einem öffentlichen Beschaffungsverfahren. Auch der Kanton St. Gallen entschied sich für die Genfer System.