In Schupfart wird keine Asphaltpiste gebaut

Im Fricktal hat das Gerücht, der Flugplatz Schupfart solle durch eine Asphaltpiste erweitert werden, für rote Köpfe und hitzige Diskussionen gesorgt. Alles Schall und Rauch, heisst es nun von Seiten des Flugplatzes.

Rot-weisser Motorflugzeug steht auf der Graslandepiste in Schupfart.

Bildlegende: Im Fricktal hält sich das Gerücht hartnäckig, auf dem Flugplatz Schupfart solle eine Asphaltpiste gebaut werden. Keystone

Der Flugplatz Schupfart ist eingebettet in eine grüne Wiese umgeben von Wald und Kornfeldern. Ländliche Idylle pur, nur ab und zu ein Flugzeug, das startet oder landet. Damit könnte es bald vorbei sein, befürchtet man nun in den umliegenden Gemeinden. Denn in verschiedenen Medienberichten und Leserbriefen war zu lesen, der Flugplatz plane eine Asphaltpiste zu bauen. So könnten die Flieger auch bei schlechtem Wetter starten und landen. Deshalb haben die Anwohner nun Angst vor mehr Fluglärm.

Für Asphaltierung fehlt das Geld

Das Gerücht stimme nicht, heisst es nun von Seiten des Flugplatzes: «Aus meiner Sicht ist an dem Gerücht gar nichts dran», so Roger Stiger, Flugplatzchef und Präsident des Aeroclubs Fricktal gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF. Natürlich gäbe es immer wieder Mitglieder, die Ideen hätten, wie man den Flugplatz verschönern oder verbessern könnte. Das seien jedoch nur Ideen, keine Pläne.

Der Flugplatz könnte sich eine Asphaltierung gar nicht leisten, argumentiert Stiger. Zudem wäre für eine Pistenasphaltierung ein kompliziertes Planänderungsverfahren nötig. Denn das Bundesamt für Zivilluftfahrt, die Gemeinden und die Anwohner dürften mitdiskutieren. «Ob ein solches Projekt überhaupt je durchkäme, ist fraglich», so Stiger.

«Grasplatten lohnen sich nicht»

Eine Alternative zur Betonpiste, wäre eine Piste aus Grasplatten. Auch eine solche würde das Fliegen bei schlechterem Wetter erlauben. Doch auch hier winkt Stiger ab: «Man muss realistisch sein. Das würde uns vielleicht eine Handvoll mehr Flugtage erlauben.» Die Investitionen stünden aber in keinem Verhältnis zum Ertrag. Deshalb solle in Schupfart vorerst alles beim Alten bleiben. Gestartet und gelandet wird auf der Wiese.