Innovationspark im Aargau: Bund ist wohl mit dabei

Die Projekte des Aargaus und der Nordwestschweizer Kantone haben im Werben um einen Netzwerkstandort des Nationalen Innovationsparks eine erste Hürde gemeistert. Damit erhält das Aargauer Projekt «innovAARE» wohl Unterstützung vom Bund.

Visualisierung Innovationspark

Bildlegende: In Villigen sollen sich Firmen ansiedeln, die Forschung brauchen: Nun wird das Projekt vom Bund wohl unterstützt. zvg

Mit dem Nationalen Innovationspark (NIP) wollen Bund, Kantone, Wissenschaft und Wirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sichern. In der Nähe von Hochschulen oder Forschungsinstitutionen sollen Zentren entstehen, in denen Spitzenforschung und unternehmerische Innovationstätigkeit vereint werden.

Der Park soll als Netzwerk organisiert werden, und neben den zwei Hub-Standorten Zürich (Dübendorf) und Westschweiz über mehrere Netzwerkstandorte verfügen. Nun ist klar: Einer dieser Netzwerkstandorte ist im Aargau.

Aargauer Innovationspark von Anfang an dabei?

Visualisierung Büroräume

Bildlegende: So stellen sich die Planer die Büroräumlichkeiten vor: Forscher und Unternehmer sollen hier gemeinsam arbeiten. zvg

Das Aargauer und das Nordwestschweizer Projekt werden als Standorte schon ab der geplanten Inbetriebnahme des Nationalen Innovationsparks (NIP) Anfang 2016 empfohlen. Bei den anderen sechs Projekten haben die Verantwortlichen bis spätestens Anfang 2016 Zeit, sich als Standort zu qualifizieren. Dies entschied der Vorstand der Konferenz Schweizerischer Volkswirtschaftsdirektoren (VDK).

Entscheiden muss die Plenarversammlung der VDK Ende Juni, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Nach dem Entscheid der Versammlung geht die Federführung für das Konzept an den Bund über - das Parlament soll bis zum Sommer 2015 darüber entscheiden.

«innovAARE» kommt so oder so

Das Aargauer Projekt ist schon sehr konkret: Der Kanton hat sich dafür zusammen mit dem Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen beworben. Das Projekt trägt den Namen «innovAARE». Auf dem Gelände in der Nähe des Forschungsinstituts sollen sich Firmen ansiedeln. Diese könnten von den Forschungsdienstleistungen des PSI profitieren, heisst es auf der Website des Parks.

Der Innovationspark ist bereits als Aktiengesellschaft organisiert. Er will auf staatliche Subventionen verzichten, private Investoren sollen die Büro- und Produktionsgebäude bauen. Die Wirtschaft ist in der Trägerschaft vertreten, so zum Beispiel Unternehmen wie ABB, Alstom, Alpiq, AEW oder die Kantonalbank. Auch die Gemeinden Villigen und Würenlingen sind beteiligt, dazu nebem dem PSI auch die Fachhochschule Nordwestschweiz.

Insofern ist der Entscheid des Vorstands der Volkswirtschaftsdirektoren für den Aargau zwar eine Bestätigung. Gebaut würde der Park aber auch ohne Anbindung an das Netzwerk des Nationalen Innovationsparks. Auch die entsprechende Nutzungsplanung in der Gemeinde Villigen wurde bereits genehmigt.

KMUs sollen von Innovationspark profitieren

Obwohl das Projekt sowieso kommen würde, ist der Aargauer Volkwirtschaftsdirektor Urs Hofmann glücklich über die Anbindung ans Netzwerk, wie er Radio SRF sagte. Dadurch gehöre man zur Top-Liga der Forschungsstandorte. Dies mache es auch einfacher, in Villigen Firmen anzusiedeln.

Vom Innovationspark sollen dabei nicht nur die internationalen Firmen profitieren. «Die Forschung ist auch wichtig für Aargauer KMUs, welche für den Weltmarkt produzieren und eine Nasenlänge voraus sein müssen», so Hofmann.

Sendung zu diesem Artikel