Jonas – der König auf dem Trial-Bike

Jonas König aus Strengelbach gehört zu den besten Nachwuchs-Trialbikern der Schweiz. Jetzt macht er sich auf, die Elitekategorie zu rocken.

Vom Alter her ist der 16-jährige Maurerlehrling eigentlich noch Junior. Weil er in den Nachwuchskategorien von Swiss Cycling Trial so ziemlich alles abgeräumt hat, was es abzuräumen gib, muss er diese Saison aberr in der höchsten Elite-Kategorie starten.

Dort hat er am Samstag mit einem 5. Rang beim Swiss Cup Velo Trial in Savièse einen vielversprechenden Einstand gegeben. An der EM und WM ist Jonas König dieses Jahr noch in der Kategorie Juniors startberechtigt. Die Qualifikationen für diese beiden Saisonhöhepunkte zu schaffen, ist das erklärte Ziel des talentierten Sportlers aus dem Westaargau.

Jonas König ist fasziniert von seiner Sportart. Und wer ihn schon mal mit dem speziellen Trial-Bike über seinen Übungsparcours im Garten des Elternhauses hat hüpfen sehen, kann diese Faszination nachvollziehen: Trial, das ist eigentlich nicht Velofahren, sondern Velohüpfen, manchmal auch -fliegen.

Vom Stand aus auf dem Hinterrad auf einen Palettenstapel von rund 1.3 Meter Höhe zu jumpen, ist kein Problem für Jonas König. Oder von eben diesem Stapel aus auf einen 2 Meter entfernten am Boden liegenden, schmalen Balken landen – alles auf dem Hinterrad und ohne Bodenkontakt mit den Füssen – ebenfalls easy.

Wenn die Leute staunen

«Velotrial ist voll cool», sagt Jonas König, «auch, weil die Leute staunen über das, was wir mit dem Bike anstellen können.» Nebst den sportlichen Wettkämpfen bestreitet Jonas König hin und wieder auch Show-Wettkämpfe, zusammen mit seinen beiden Vorbildern Karin und Stefan Moor, den ehemaligen Trial-Aushängeschildern des RV Vordemwald.

Was spektakulär und oft zum Fürchten aussieht, ist gar nicht mal so gefährlich, wie man meinen könnte, sagt Jonas König. Erstens seien Trial-Biker ja nie schnell unterwegs, wie zum Beispiel Downhiller und zweitens beginne man mit einfachen Übungen. Abgesehen von einer Risswunde am Bein, die mit fünf Stichen genäht werden musste, sei er bisher von Verletzungen verschont geblieben.

Jonas König rät allen, die Trial ausprobieren möchten, sich einem Verein anzuschliessen, der diese Sportart anbietet. Auch das Internet könne eine gute Starthilfe sein.