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Aargau Solothurn Kanton Aargau schreibt Bauarbeiten noch vor Abstimmung aus

Wer das aktuelle Amtsblatt des Kantons liest, staunt nicht schlecht. Dort sind die Bau- und Elektroarbeiten für den Verkehrsknoten «Neuhof» beim Autobahnzubringer in Lenzburg ausgeschrieben. Das Volk entscheidet aber erst am 3. März.

So soll der geplante Knoten Neuhof bei Lenzburg nach dessen Fertigstellung aussehen.
Legende: So soll der geplante Knoten Neuhof bei Lenzburg nach dessen Fertigstellung aussehen. ag.ch

Bei der Lektüre des Amtsblattes entsteht der Eindruck, der Kanton sei sich seiner Sache schon sicher, rechne fest mit einem Volks-Ja an der Urne in drei Wochen. Weit gefehlt betont der Kantonsingenieur Rolf Meier gegenüber dem Regionaljournal: «Wir sind und überhaupt nicht sicher und das Volk hat klar das letzte Wort. Wir schreiben es aus, damit die Ingenieurbüros sich vorbereiten können.»

Rasch vorwärts kommen bei OK

Übersichtskarte des Projekts "Knoten Neuhof" mit den Projektelementen.
Legende: Übersichtskarte des Projekts «Knoten Neuhof» beim Autobahnzubringer bei Lenzburg mit den Projektelementen. ag.ch

Meier betont weiter, es entstünden keine Kosten dafür. Kein Ingenieurbüro erhalte den Zuschlag, bevor das Projekt nicht vom Volk abgesegnet ist. Dieses Vorgehen sei durchaus üblich. Bei einem allfälligen Ja, wolle man schliesslich zügig vorwärts machen.

Der Kanton Aargau will den Verkehrsknoten «Neuhof» beim A1-Autobahnzubringer bei Lenzburg für 75 Millionen Franken umbauen. Unter anderem will der Kanton mit einem Tunnel das tägliche Verkehrschaos an diesem Nadelöhr in den Griff bekommen. Über den Kantonsanteil von 72 Millionen Franken entscheidet das Aargauer Stimmvolk am 3. März.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei, Buriram
    "Staunt nicht schlecht"? Wer da staunt, ist jemand, der noch nicht gemerkt hat, dass es immer mehr Beamte und Amtsstellen gibt, die professionell arbeiten.
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    1. Antwort von M. Roe, Gwatt
      Da bin ich nicht so sicher. Es gibt noch erstaunlicheres. Man muss Einsprache machen gegen ein Baugesuch wofür noch nicht einmal die Überbauungsordnung vom AGR bewilligt wurde. Das heisst, man muss gegen etwas Einsprache machen, von dem man überzeugt ist, dass es gar nicht rechtens ist. Für mich ist das eine verkehrte und hinterhältige Welt.
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