Kanton hat Aufsichtspflicht bei Wasserbüffeldrama erfüllt

Die Pro Natura Aargau steht seit dem Tod von vier Wasserbüffelkälbern im vergangenen November in der Kritik. Die Aargauer Regierung schreibt nun der Beantwortung auf einen parlamentarischen Vorstoss, dass der Kanton seine Aufsichtspflicht wahrgenommen habe.

Der zuständige Aufsichtsdienst habe rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass die Weidetiere aufgrund des Futterangebots und der Bodenverhältnisse abtransportiert werden müssen. Dies schreibt die Aargauer Regierung in ihrer Antwort auf einen Vorstoss der SVP. Nach dem Tod der Büffel wollen Pro Natura und der kantonale Veterinärdienst dafür sorgen, dass so etwas künftig nicht mehr vorkommen kann.

Auf einer Wiese steht ein Wasserbüffel, den man von der Seite sieht. Im Ohr hat er eine gelbe Marke.

Bildlegende: Im Aargau lief bei den Klingnauer Wasserbüffeln einiges schief (im Bild Wasserbüffel die im Emmental zu Hause sind). KEystone

Strafanzeige läuft

Die Aargauer Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eingeleitet. Das Verfahren läuft gegen Unbekannt, gegen den Tierhalter und Pro Natura. Die Anzeige läuft auch gegen einen Tierhalter, der diese Tiere betreut hatte. Pro Natura Aargau war lediglich die Auftraggeberin.

Pro Natura arbeitet eng mit dem Kanton zusammen. Die Naturschutzorganisation erhält Projektbeiträge von kantonaler Seite. Für die Aargauer Regierung besteht kein Handlungsbedarf, daran etwas zu ändern. Der Ausgang des Strafverfahrens dürfte aber durchaus einen Einfluss haben auf die künftige Zusammenarbeit.

Pro Natura hält an Wasserbüffeln fest

Die Pro Natura will weiterhin Wasserbüffel zum Weiden in Auenschutzgebieten einsetzen. Dank den Wasserbüffeln könne man auf Maschinen verzichten, erklärt die Pro Natura. Mähmaschinen verursachen Lärm, Abgase. Die Wasserbüffel hingegen hört man kaum und sie bereiten den Passanten viel Freude.