Flüchtlinge im Aargau Kanton schliesst letzte unterirdische Asylunterkunft

Die Asylunterkunft unter dem Kantonsspital Aarau geht per Ende Juni zu. Damit löst der Aargau die letzte von insgesamt vier unterirdischen Unterkünften im Kanton auf.

Betten, Mann im Hintergrund.

Bildlegende: Die verbleibenden Bewohner werden auf bestehende oberirdische Unterkünfte verteilt. Keystone/Symbolbild

Die Geschützte Operationsstelle (GOPS) des Kantonsspitals Aarau wurde im Dezember 2015 als temporäre Asylunterkunft in Betrieb genommen. Grund dafür waren hohe Zuweisungszahlen des Bundes.

Die GOPS Aarau mit maximal 350 Plätzen für asylsuchende Männer war seit Beginn durchgehend fast vollständig belegt. Nun geht sie also Ende Juni zu. Die aktuelle Lage erlaube die Auflösung, teilte der Kanton am Mittwoch mit.

Die GOPS Muri und Laufenburg waren bereits im vergangenen Sommer als Unterkünfte geschlossen worden. Ende März nahm der Kanton die GOPS in Baden ausser Betrieb. Die unterirdische Unterkunft im Kommandoposten Liebegg wurde ebenfalls aufgelöst.

Aktuelle Situation im Aargau

Wie der Kanton am Mittwoch mitteilte, sei die Auslastung der kantonalen Asylunterkünfte weiterhin hoch. Zwar seien die Zuweisungszahlen 2016 tiefer gewesen als im Vorjahr. Aber die Zahl der Asylsuchenden, die in kantonalen Unterkünften auf einen Asylentscheid warten, bleibe anhaltend hoch. Laut Kanton sind aktuell 1857 Asylsuchende in kantonalen Unterkünften untergebracht (Stichtag 5. April 2017).