Kanton Solothurn führt Integrative Schule definitiv ein

Minder begabte Schülerinnen und Schüler besuchen in Zukunft eine Klasse zusammen mit ihren begabteren Kollegen. Dies hat die Solothurner Regierung nach einem dreijährigen Versuch entschieden.

Blick in ein Schulzimmer

Bildlegende: In Zukunft besuchen begabte und minder begabte Schülerinnen und Schüler zusammen eine Klasse. (Symbolbild) Keystone

Im Kanton Solothurn besuchen mit der Einführung der Integrativen Schule alle Schülerinnen und Schüler die selbe Schule. Minder begabte erhalten jedoch Unterstützung, wo sie diese brauchen.

Regionale Kleinklasse für Sonderfälle

Neu soll es auch möglich sein, Schüler für eine begrenzte Zeit in einer regionalen Kleinklasse zu unterrichten. Dies sei keine Separierung, betonte Bildungsdirektor Klaus Fischer am Mittwoch gegenüber dem Regionaljournal Aargau Solothurn, die Schüler würden nach einer bestimmten Zeit wieder in ihre Klasse zurückkehren.

Der dreijährige Versuch zur Integrativen Schule beweise, dass das System funktioniere, sagte Fischer. Darum wird die Integrative Schule in den nächsten drei Jahren nun überall eingeführt.

LSO: ja, aber

Der Verband Lehrerinnen und Lehrer Solothurn (LSO) unterstützt die Einführung der Integrativen Schule. Allerdings äussert er sich auch kritisch. Zum einen fehle das Geld, um besonders Begabte zu fördern. Zum andern befürchtet der LSO, dass es grosse Unterschiede geben könnte, zwischen dem Angebot ärmerer und reicherer Gemeinden.