Kanton Solothurn kann kurzfristig nichts gegen Frankenstärke tun

Rund 70 Vertreter der Solothurner Wirtschaft und Parteien haben sich am Montag mit der Regierung zu einer Aussprache über die Folgen der Frankenstärke getroffen. Der Staat habe keine kurzfristigen Möglichkeiten, der Wirtschaft unter die Arme zu greifen, lautet ein Fazit.

Auf einer Hand liegen Franken 1.20 und 1 Euro.

Bildlegende: Der starke Franken und der schwache Euro bereiten auch der Solothurner Wirtschaft Probleme. Keystone

Ein grosser runder Tisch mit bisher kleinem Ergebnis, zumindest was handfeste Massnahmen angeht. Rund 70 Personen nahmen am runden Tisch teil, zu dem Regierungsrätin Esther Gassler geladen hatte. Kurzfristig gibt es keine Massnahmen, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons.

Lebhafte Diskussion

Mit strukturellen Massnahmen könne die Situation der Wirtschaft jedoch insgesamt gestärkt werden, teilte die Staatskanzlei nach der Aussprache mit. Die Diskussion sei «lebhaft, offen und konstruktiv» gewesen.

Die Teilnehmer des Runden Tisches diskutierten unter anderem über die Verbesserung der Rahmenbedingungen sowie der Aus- und Weiterbildung. Es geht gemäss Staatskanzlei um bekannte Forderungen wie die Senkung von Steuern und Abgaben sowie um die Vereinfachung von Bewilligungsverfahren. Eine Steuersenkung schliesst Esther Gassler denn auch nicht per se aus.

«  Das muss man anschauen. Es gibt Kantone, die bereits im Vorfeld schon Steuern für Firmen senken.  »

Esther Gassler
Regierungsrätin und Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Solothurn

Der Regierungsrat will entscheiden, welche Massnahmen vordringlich geprüft und weiter verfolgt werden. Die produzierende Industrie soll im Kanton Solothurn weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein. Die Frankenstärke stelle die Industrie jedoch vor gewaltige Herausforderungen, heisst es in der Medienmitteilung. Kurzfristige Massnahmen seien in erster Linie von den Unternehmen und ihren Mitarbeitern gefordert. Viele Firmen setzten bereits Sofortmassnahmen um.