Kanton unterstützt Forschung zum Jubiläum des Klosters Muri

2027 wird das ehemalige Benediktinerkloster im Aargauer Freiamt tausend Jahre alt. Die Geschichte des Klosters soll bis dahin umfassend erforscht und niedergeschrieben werden. Die Regierung bewilligt dafür 2,7 Millionen Franken aus dem Swisslos-Fonds.

Das Kloster Muri vor einem bewölkten Himmel

Bildlegende: Bis jetzt fehlt eine richtige Aufarbeitung der langen Geschichte des Klosters Muri. Dies soll sich nun ändern. freiamt.ch

Bis zum Jubiläumsjahr des Klosters Muri 2027 werde eine hochkarätige Fachkommission eine umfassende Gesamtdarstellung erarbeiten. Dies teilte die Regierung am Freitag mit.

Die Stiftung Geschichte Kloster Muri rechnet für die mehrjährige Forschungsarbeit mit Gesamtkosten von 5,6 Millionen Franken. Neben den 2,7 Millionen des Aargaus liegt eine Zusage von weiteren 1,5 Millionen einer privaten Stiftung vor. Geplant sind weitere Anträge.

Das Kloster Muri war ein Kristallisationspunkt in religiöser, kultureller und herrschaftspolitischer Hinsicht. Die Geschichte wurde aber lange Zeit nicht adäquat aufgearbeitet. Lange hätten konfessionelle Spannungen lange den Blick auf die Geschichte verstellt, schreibt die Regierung. Dem 1027 von den Habsburgern gegründeten und 1841 vom Grossen Rat aufgehobenen Kloster komme für die aargauische und schweizerische Geschichte aber eine grosse Bedeutung zu.