Kanton will Oper Schenkenberg genauer auf die Finger schauen

Der Kanton Aargau gibt der Oper Schenkenberg eine grössere Defizitgarantie als geplant: Weil die Freilichtoper in arge Schieflage geraten war, gibt es nun 88'000 anstelle von 50'000 Franken. Das Kulturdepartement sagt aber auch klar: So etwas darf nicht noch einmal vorkommen – und macht Vorgaben.

 Peter Bernhard und Mary Elizabeth Williams in den Hauptrollen von «Il Trovatore».

Bildlegende: «Il Trovatore» lockte 2013 knapp 17'000 Zuschauer an. Künstlerischer Leiter der Oper ist Peter Bernhard, links im Bild. ZVG

Die Oper Schenkenberg ist mit ihrer jüngsten Produktion «Il Trovatore» zwei Mal in die Schlagzeilen gekommen. Einmal, weil die Aufführungen ein «kulturelles Highlight» waren, wie der Aargauer Kulturchef Thomas Pauli dem Regionaljournal erklärt. Und ein zweites Mal, weil die Oper nicht alle Rechnungen bezahlen konnte.

Nun hilft der Kanton und stopft das finanzielle Loch. In Form einer Defizitgarantie gibt es 88'000 Franken – anderthalb Mal mehr als geplant. Hinzu kommen 350'000 Franken, die bereits im Voraus gezahlt wurden.

Man zahle solidarisch mit, sagt Thomas Pauli auf Anfrage. Doch ein zweites Mal will der Kanton dies nicht tun. «Eine allfällige nächste Produktion darf nicht mehr so viel kosten», erklärt Pauli.

Vier Millionen Franken betrug das Budget 2013, bei 17'000 Zuschauern. Ob der Kanton nochmals Geld geben würde, ist unklar. Man werde das nächste Mal genau hinschauen, heisst es dazu beim Kanton.

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Peter Bernhard: Vom Schauspieler zum Opern-Tenor

3:26 min, aus Glanz & Gloria vom 13.8.2013