Kanton will Thermalwasser besser schützen

20 Thermalquellen gibt es in der Region. Damit diese immer genügend Wasser haben, will der Kanton eine spezielle Planung. Ansonsten gäbe es für das umgebaute Bäderquartier ein Risiko, warnt ein Experte.

Ein Brunnen mit quadratischen Becken

Bildlegende: Eine der Quellen im Bäderquartier Baden, aus welchem Thermalwasser fliesst. SRF, Stefan Ulrich

Noch sind viele Bauten des Bäderquartiers in Baden baufällig. Die glanzvolle Vergangenheit lässt sich zurzeit nur erahnen. Doch die Wiederauferstehung ist in Sichtweite. In den nächsten Monaten soll das Baugesuch für die umfangreichen Neu- und Umbauten eingereicht werden.

Damit dann dereinst auch genügend Wasser für die Thermalbäder vorhanden ist, plant nun der Kanton. Er will genau regeln, wo und wie tief gebaut werden darf. Tatsächlich sei das Thermalwasser gefährdet wie nie zuvor, erklärte Daniel Schaub vom Aargauer Baudepartement gegenüber Radio SRF.

Neue Quelle = weniger Wasser für die Bestehenden

Er meint damit etwa Tiefgaragen oder Bohrungen für Erdwärmesonden. Bei Bauarbeiten könnte nämlich in die «Kammer» mit dem Thermalwasser eingedrungen werden. Und dies wäre eine Gefahr für das Bäderquartier.

Insgesamt gibt es nämlich 20 Thermalquellen. Tritt das Wasser zusätzlich an einer anderen Stelle aus, gäbe es weniger für die bestehen Quellen. Dies will der Kanton verhindern.

Gemeinsam mit den Gemeinden Baden, Ennetbaden und Obersiggenthal will er genau festlegen, wo was gebaut werden kann.