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Im Schweizer Standard-Monopoly ist der Zürcher Paradeplatz das teuerste Pflaster. In der Oltner Version ist es das Stadttheater. Dies hat nichts mit den realen Grundstückpreisen zu tun.

Schachtel des Spiels Monopoly

Bildlegende: Nach Bern und Zürich hat nun auch Olten sein Monopoly. ZVG

Es ist ein Klassiker unter den Brettspielen: Monopoly. In den vergangenen Jahren sind bereits einige regionalisierte Versionen erschienen. So gibt es zum Beispiel eine Berner und eine Zürcher Ausgabe. Neu wird nun auch eine Oltner Version verkauft. Es ist das erste Monopoly-Spiel für die Region Aargau Solothurn.

«Wir hatten das Gefühl, wir müssen auch kleinere Städte berücksichtigen», sagt André Tschumper von der Liechtensteiner Unique Gaming Partners gegenüber Radio SRF. Seine Firma hat die Lizenz, um regionale Monopoly-Ausgaben zu produzieren. Man habe die Schweizer Karte angeschaut und sich für die Region Aargau Solothurn entschieden. Da sei Olten prädestiniert gewesen.

Umfrage in sozialen Medien

Dabei hofft Tschumper auch vom schlechten Image der Stadt Olten zu profitieren. «Seit drei Monaten gibt es das Olten-Bashing, dass Olten die hässlichste Stadt der Schweiz sei.» Dafür erhalte Olten nun ein eigenes Monopoly, so Tschumper. Er bestätigt damit einen Bericht der «Neuen Oltner Zeitung».

Bei der Auswahl der Orte für das Brettspiel war das Liechtensteiner Unternehmen auf Personen aus der Region angewiesen. Mit Umfragen auf Facebook und in Absprache mit Olten Tourismus wurde dann auch das Stadttheater als teuerstes Spielfeld bestimmt.

«Es bringt kein richtiges Geld»

Dass Olten nun eine eigene Monopoly-Variante hat, freut den Oltner Finanzdirektor Benvenuto Savoldelli. «Ich bin überzeugt, dass es uns dient. Leider bringt es kein richtiges Geld, aber immerhin gibt es Werbung für Olten», so Savoldelli.

Tatsächlich ist es speziell, dass ausgerechnet eine Stadt, welche in den vergangenen Monaten durch die angespannte Finanzlage von sich reden machte, nun ein Spiel erhält, in dem es um Geld geht. Savoldelli erwartet denn auch, dass er den einen oder anderen Spruch zu hören bekommt.